AfrormosiaFabaceae, Pericopsis elata
Afrormosia, häufig auch als Assamela bezeichnet, gehört zu den hochwertigsten
tropischen Laubhölzern; aufgrund guter technischer Eigenschaften, einer
ansprechenden Färbung und feinen Strukturen ist es besonders vielseitig
einsetzbar. Wegen der geringen Herkünfte aus Ländern der Oberguineaküste
konzentrieren sich die Einfuhren zunehmend auf die Großregion des Kongobeckens.
Seit 1992 unterliegt Afrormosia den Schutzbestimmungen des Washingtoner
Artenschutzabkommens (CITES Anhang II), d.h. der Handel mit Afrormosia ist
genehemigungspflichtig.
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| Botanische Bezeichnungen |
Pericopsid elata; Familie der Fabaceen. |
| Natürliche Verbreitung |
Tropisches West- und Zentralafrika (Elfenbainküste, Ghana,
Kamerun, Nigeria, VR Kongo, Zaire, Zentralafrikan. Republik).
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| Weitere Handelsnamen |
Assamela, Bohala, Kokrodua, Obang, Wahala. |
| Kurzzeichen nach DIN 4076 Blatt
1 |
AFR |
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| Beschreibung |
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| Stammform |
Fast zylindrisch, teils auch hohlkehlig, geradschaftig mit
leichten Krümmungen besonders im oberen Drittel und am Stammfuß mit wulstigen
Ansätzen; Durchmesser 0,6 m bis über 1,5 m, meist um 0,8 m, und astfreie Längen
bis 20 m, vereinzelt auch bis 30 m. |
| Farbe und Struktur des
Holzes |
Splint weiß bis hellgrau und nur 2 bis 3 cm breit, Kernholz
scharf abgesetzt, gelblichbraun bis helloliv, teils durch dunklere Spätholzzonen
schwach farbstreifig, nachdunkelnd. - Poren fein bis mittelgroß, zerstreut und
zahlreich, auf Längsflächen noch als gleichmäßig feinporöse Oberfläche
erkennbar. Holzstrahlen sehr klein und regelmäßig stockwerkartig angeordnet. -
Speicherzellen das Holzbild nicht beeinflussend. - Faserverlauf mit
Wechseldrehwuchs, oft einen regelmäßigen und engen Glanzstreifen verursachend,
der dem an sich schon matt glänzenden Holz einen leichten "Goldton" gibt;
trockenes Holz ohne spezifischen Geruch. Eine häufig zu beobachtende Eigenart
ist das Vorkommen von wachsähnlichen weißgrau angefüllten Porengruppen, die auf
Querschnitten punktförmige oder unregelmäßig geformte, bis 1 cm² große helle
Flecken bilden und wegen ihrer Färbung fälschlich als „Kalk" bezeichnet
werden.
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| Gesamtcharakter |
Holz mit feinporöser Oberfläche, das durch Farbe und Glanz sehr
dekorativ sein kann. |
| Abweichungen |
Siehe oben "Farbe und Struktur des Holzes". |
| Handelsformen |
Rundholz: Durchmesser ab 0,6 bis über 1 m, meist um 0,8 m Stärke
und in Längen ab 4 m aufwärts. Schnittholz: in beliebigen Stärken, auch als
Kanteln oder Rohfriese. Furniere (gemessert): für dekorative Zwecke;
Furnierplatten. Parkett: in verschiedenen Typen (Stab-, Mosaik- und
Fertigparkett). |
| Daten |
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| Gewicht |
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| - ungetrocknet (Rundholz) |
ca. 1150 kg/m³
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| - darrtrocken |
ca. 0,65 g/cm³ |
| Druckfestigkeit (lufttrocken) |
ca. 70 N/mm³ |
| Biegefestigkeit (lufttrocken) |
ca. 120 N/mm² |
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| Eigenschaften |
Mäßig schweres Holz mit Festigkeitseigenschaften, die zwischen
Iroko und Afzelia liegen. - Der Einschnitt des frischen Holzes verläuft ohne
Schwierigkeiten, wie auch das Sägen, Hobeln, Fräsen, Drehen und Schleifen in
trockenem Zustand. Hobelflächen sind von guter Glätte und Scharfkantigkeit, nur
bei starkem Wechseldrehwuchs kann es zum Ausreißen oder zum Aufrauhen kommen.
Verschraubungen und Nagelungen halten fest, wobei ein Vorbohren zu empfehlen
ist. Verleimungen halten gut. Jedoch führen alkalische Leime und frischer Mörtel
sowie Eisenmetalle, teils auch Kupfer und Messing, im Kontakt mit feuchtem Holz
zu Verfärbungen, wobei es auch zur Korrosion der Metallteile kommt. Die
Herstellung von hochwertigen Messerfurnieren ist nach jeder Methode bei
entsprechender Dämpfung durchführbar. - Die verschiedenen Trocknungsverfahren
verlaufen langsam, aber im allgemeinen ohne Rißbildung oder Verformungen.
Afrormosia besitzt ein gutes Stehvermögen. Neben dem guten Aussehen und den
vorteilhaften Gebrauchseigenschaften ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegen
Pilzund Insektenbefall hervorzuheben (Resistenzklasse 1-2 nach EN
350-2). |
| Oberflächenbehandlung |
Afrormosia kann - je nach gewünschtem Effekt - mit Klarlacken,
Lasuren, Deckanstrichen und Polituren behandelt werden; hinsichtlich der Farbe
ist das Nachdunkeln zu berücksichtigen. Im Außenbau haben sich hierbei DD-
und Harnstofflacke bewährt, jedoch auf besonnten und dem Regen ausgesetzten
Flächen sind Lasuren vorzuziehen. Für die Innenverwendung werden außerdem noch
Nitrozellulosepräparate angewendet; eine besonders schöne Oberfläche wird durch
schwach glänzende bis matte Polituren, Öle oder Wachse erzielt. Afrormosia
sollte auf keinen Fall unbehandelt bleiben, um seine Naturfärbung zu erhalten;
andernfalls würde es bei Bewitterung leicht vergrauen oder dunkel verfärben
(vgl. „Eigenschaften").
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| Verwendungsbereiche |
Aufgrund der guten Eigenschaften wird Afrormosia als Vollholz im
Innen- und Außenbau sowie als dekoratives Deckfurnier verwendet. Im
Vollholzsektor ist es dort besonders geeignet, wo neben einem ansprechenden
Holzbild und guten Festigkeitseigenschaften auch bei wechselnden
Witterungseinflussen eine hohe Maßhaltigkeit erwartet wird; so für
Rahmenkonstruktionen aller Größen, Decksplanken, Fenster, Fensterwände, Türen,
Tore und Verkleidungen; soweit Metallteile im Außenbau verwendet werden, sind
diese gut zu isolieren oder zu verzinken, vgl. „Eigenschaften". Bei der
Innenverwendung überwiegend für den Gestellbau, Bänke, Tische, Kleinmöbel,
Wand-Decken-Verkleidungen sowie als Drechsler- und Schnittholz und für Parkett.
Als dekoratives Furnier für Möbel, Türen und Vertäfelungen. Hierbei kann durch
die Kombination mit Vollholzteilen aus der gleichen Holzart, wie auch mit Teak,
eine praktisch unbegrenzte Verwendung für vielerlei Zwecke erreicht
werden.
Austauschhölzer Im Ausstattungsbereich als
Vollholz und Furnier für Teak (Merkblatt 42), bei Konstruktionen für Afzelia
(Merkblatt 4), Iroko (Merkblatt 3), Eiche (Merkblatt 63), Sipo (Merkblatt
1).
Anmerkungen Aus gleicher Gattung finden noch
weitere Arten im lokalen Verbrauch eine nur begrenzte oder gelegentliche
Verwendung: Aus Südasien und Westirian „Pericopsis" (= P. mooniana) und aus
Afrika die meist härteren, weniger regelmäßig gewachsenen und schwächeren Hölzer
von „Ostafrikan. Afrormosia" oder „Muanga" (= P. angolensis) und „Kolo" oder
„Bondsamdua" (= P. laxiflora). - Die gelegentlich gegebenen Bezeichnungen
„Goldteak" oder „Afrikan. Teak" sind irreführend und darum zu vermeiden. Ein
sehr ähnliches und nahe verwandtes Holz ist das westafrikanische Idewa
(Haplormosia monophylla).
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| Literatur |
Farmer, R. H.: A Handbook of Hardwoods. BRW, Princes
Risborough/GB 1972. Dahms, K.-G.: Afrikanische Exporthölzer, DRW-Verlag,
Stuttgart 1979. Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag,
Hamburg 1958. Louis J., u. Fouarge, J.: Essences Forestieres et Bois du
Congo. Nr. 2: Afrormosia elata. Brüssel 1943.
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