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09.08.2013RSS Feed

Spiegel-Online Bericht So kommt illegales Tropenholz nach Deutschland

Am 13. August hat die Spiegel-Online Redaktion über den Import der Holzart Wenge aus der Demokratischen Republik Kongo über einen Schweizer Importeur und Antwerpen nach Deutschland berichtet. Recherchen von Greenpeace haben ergeben, dass die Lieferung illegal sei und diesen Hinweis an die zuständige Kontrollbehörde, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) weitergegeben. Der Vorwurf der Illegalität wird mit gefälschten Dokumenten aus dem Lieferland begründet.


Die BLE prüft aufgrund der Hinweise derzeit, ob die Dokumente aus dem Lieferland  belastbar oder ob sie gefälscht seien. Das Ergebnis der Prüfung bleibt abzuwarten, solange ist  die Ware mutmaßlich legal oder illegal, je nach Lesart. Die Sorgfaltspflicht, die jeder Importeur beim Import in den europäischen Binnenmarkt durchführen muss, ist davon nicht berührt. Sie ist deswegen nicht berührt, weil die (mutmaßliche) Fälschung der Dokumente nicht ohne weiteres erkennbar war. Kriminelle Energie durch die Sorgfaltspflicht aufzudecken, erfordert ein höchstes Maß an Sachverstand bei der Echtheitsprüfung der Dokumente und zudem ein gemeinsames Vorgehen der Beteiligten in der Lieferkette mit der BLE. Öffentliche bzw. staatliche Dokumente sind prinzipiell ein Beitrag zur Risikominimierung in der Sorgfaltspflicht; ein schlechter Korruptionsindex des Lieferlandes relativiert allerdings die Belastbarkeit von öffentlichen Dokumenten. Unabhängig davon, ist der Vorwurf, dass illegales Holz in die EU importiert wurde, ärgerlich und schadet dem Ansehen des neuen Holzhandelssicherungsgesetzes (HolzSiG) – der Holzimport muss also die Qualität des Lieferanten und die Situation der Lieferländer genau im Auge haben – nichts anderes ist der Status Quo der GD Holz Sorgfaltspflicht.

Dass Greenpeace den Wenge-Import zum Anlass nimmt, seine Botschaften von der Wirkungslosigkeit des Gesetzes und den zu geringen Sanktionsmöglichkeiten zu kommunizieren, gehört zur PR der Organisation – der GD Holz teilt weder die eine noch die andere Position. Der Verband ist vom Gegenteil überzeugt, nämlich dass das HolzSiG und seine Instrumente sehr wohl geeignet sind, den illegalen Holzimport in den europäischen Binnenmarkt zu verringern und zu verhindern und dass die Sanktionsmöglichkeiten ausreichend sind.

Einig sind wir uns dagegen mit der Organisation, dass der illegale Holzeinschlag und Holzimport gestoppt werden muss. (gb)


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