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18.09.2009 RSS Feed

Auf dem diesjährigen Holzhandelstag im Juni in Stuttgart wurde nach Ablauf der 11. Amtsperiode der Vorstand des GD Holz neu gewählt.

Wie im GD Holz gute Tradition, stellten sich eine Reihe von Amtsinhabern, soweit die Satzung dies zuließ, erneut zur Verfügung. Die Herren Gross (Bad Marienberg), Roeren jun. (Krefeld) und Cording (Köln) wurden neu in den Vorstand gewählt. Nunmehr traf sich der neue Vorstand zu Beginn der 12. Amtsperiode zu seiner konstituierenden Vorstandssitzung am 09. / 10. September 2009 in Bad Arolsen. Hier ist auch der Sitz des langjährigen Vorstandsmitgliedes Jens Blume.


Dabei ließ sich der neue Vorstand die Gelegenheit nicht entgehen, zunächst die Firma Blume Holzhandel zu besuchen, die sich nach Verlassen des bisherigen Betriebsgeländes völlig neu aufstellte.

Zu Beginn der Sitzung gab die Geschäftsführung einen Überblick über die Finanz-, Personal- und Standortlage des Verbandes. Der Vorstand konnte sich von den gesunden Finanzen überzeugen. Dazu trug bei, dass in den vergangenen sieben Jahren die Personalkosten im Verband und seiner Tochtergesellschaft von rund 1,5 Mio. EUR auf nun etwa 900.000 EUR gesenkt werden konnten. Dr. Luers, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, bewertete dies: Der Verband hat mit einer angemessenen Personalausstattung auf seinen Haupt-Handlungsfeldern, nämlich Holz, Handel, Unternehmung und Plattformen sowie Netzwerkmanagement seine Kern-Leistungsfähigkeit erreicht. Diese darf nicht unterschritten werden, da sonst die Nutzen-Kosten-Relation für die Mitglieder gefährdet ist. Leichte Veränderungen sind noch möglich, aber derart tiefe Einschnitte wie in den vergangenen sieben Jahren würden die Kern-Leistungsfähigkeit ernsthaft gefährden. Der Vorsitzende, Martin Geiger: Unsere Mitglieder orientieren sich am Nutzen, den der Verband stiftet. Kann er sozusagen mangels Masse keinen mehr stiften, ist klar, was passiert. Der Verband wird verlassen.

Die Geschäftsführung stellte das künftige Standortkonzept des Verbandes vor. Der Sitz der Tochtergesellschaft, der GD Holz Service GmbH (vormals: AA Holz GmbH), wurde nach Berlin verlegt, der angemietete Standort Rostocker Straße in Wiesbaden wird Ende 2010 endgültig geschlossen. Und dann Geschichte sein. Für die GmbH und zwei Spezialabteilungen bleibt dann nur noch die Niederlassung des Verbandes in der Berliner Strasse in Wiesbaden erhalten.

Die Verantwortungsbereich im Ehrenamt wurde neu geregelt. Jeder Handelsbereich hat ein zuständiges Ehrenamtsmitglied. Der Rohholzhandel, der bisher noch nie im Vorstand vertreten war, hat sein Interesse aber nun angemeldet und soll bei der nächsten Gelegenheit berücksichtigt werden. Hinzu kommen besondere Projektverantwortlichkeiten eines jeden Vorstandsmitglieds. Dies hat sich in der Zusammenarbeit mit dem Hauptamt sehr bewährt und entlastet alle Vorstandsmitglieder, die sich auf ihren Aufgabenbereich konzentrieren können.

Im Zentrum der Vorstandssitzung stand aber der Mitgliedernutzen. Beraten wurde der Stand von laufenden Projekten, aber auch neue Projekte wurden verabschiedet. Dazu zählen das Angebot einer bundesweiten Multi-Site-Zertifizierung mit erheblichen Kostenreduktionen für Unternehmen, die zu Beginn 2009 gestartete Branchen-Image-Kampagne und ein attraktiverer Betriebsvergleich, der über zusätzliche kostenlose Dienstleistungen mehr Unternehmen für den Betriebsvergleich begeistern soll. Beschlossen wurde außerdem die Produktion einer 0-Nummer eines Kundenmagazins, das erstmalig im November letzten Jahres bereits im Präsidium des Verbandes vorgestellt wurde. Geplant ist ein hochwertiges Magazin mit einem dreimaligen Erscheinungstermin p.a.. Dabei wird jeweils ein Spezialthema rund ums Holz behandelt werden. Das Magazin kann von Händlern in individualisierter Form bestellt und an gewerbliche Kunden versendet werden. An einer Lösung auch für Endkunden wird gearbeitet.

Der Vorstand beriet den Wettbewerb mit dem Baustoffhandel, der zunehmend auch Holzprodukte in sein Sortiment aufnimmt. Zugang zu Bauprodukten bieten derzeit demgegenüber nur die Baustoffhandelskooperationen. Was machen aber Holzfachhändler, die dort nicht eintreten wollen, aus welchen Gründen auch immer? Diese Beratungen konnten nicht abgeschlossen werden und kommen erneut auf die Tagesordnung.

Die externe Kommunikation des Holzfachhandels in der Wirtschaftspresse und regionalen Medien wurde in 2009 gestartet. Erste Erfolge haben sich eingestellt. Diese Pressearbeit in Kooperation mit dem Hauptverband der deutschen Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie (HDH) soll fortgeführt und intensiviert werden. Eine Lücke bildet die interne Kommunikation des Verbandes, d.h. die Kommunikation seiner Leistungen und des Nutzens einer Verbandsmitgliedschaft gegenüber den Mitgliedern und potenziellen Mitgliedern. Dieses Vorhaben soll mit Nachdruck vorangetrieben werden.

Schließlich wurde die Frage diskutiert, ob nicht eine modernisierte Beitragsordnung überfällig ist. Die Geschäftsführung stellte erste Überlegungen in dieser Richtung vor. Junge Menschen sind an Flatrates gewöhnt. Das ist eigentlich der Beitrag. Aber Flatrates sind mit klaren Leistungsversprechen verbunden, z.B. in der Kommunikationsbranche. Hier muss der Hebel angesetzt werden.

Der Vorsitzende Martin Geiger äußerte sich über die Sitzung unter seiner Leitung sehr zufrieden: Ich begrüße sehr, dass unser Vorstand sich erneut verjüngen konnte. Unser Verband muss frisch und modern auftreten. Er hat sich im Laufe seiner Geschichte ja immer wieder neu erfunden. Das bedeutete, Bewährtes fortzuführen und neue Elemente hinzuzufügen. Handel ist Wandel. Dieser banalen Aussage unterliegt auch unser Verband. Und ich betone: Wandel in der Kontinuität. Nicht Wandel um des Wandels willen. Unsere Branche braucht – auch und gerade wegen des harten Wettbewerbs der Kooperationen untereinander – eine zentrale Vertretung. Diese muss Nutzen produzieren. Zu vertretbaren und transparenten Kosten. Das Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre kann in drei Begriffen zusammengefasst werden: Nutzen erhöhen! Finanzierung sicherstellen! Kommunikation verbessern! Ich möchte dies als das NFK-Programm dieses Vorstandes und damit der 12. Vorstandsperiode bezeichnen.

 

 

Berlin, September 2009


Presseveröffentlichungen...

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