
Leimholz besteht durch und durch aus Massivholz, wobei einzelne Holzlamellen miteinander verleimt sind. So entstehen Platten in beliebigen Formaten. Leimholz ist jedoch keine neue Erfindung. Seit jeher kannten Tischler die Vorteile: Einerseits wachsen Bäume nicht so, dass man genügend breite Platten aus einem Stück machen könnte. Andererseits arbeitetet Holz: Zerschneidet man die Bretter zu einzelnen Latten und leimt diese dann wieder auf bestimmte Weise zusammen, so wird dem Holz die natürliche Spannung genommen. Bei normalem Raumklima ist dadurch das Verziehen der Platte auf ein Minimum reduziert. Für die Herstellung von Qualitätsleimholz werden nur sorgfältig ausgesuchte Holzlamellen, die behutsam getrocknet sind, verwendet. Das massive Holz trägt übrigens zu einem guten Wohnraumklima bei.
| Arbeitshinweise |
Zur Bearbeitung von Naturholzplatten sollten Sie eine gute Bohrmaschine, eine auch stationär aufstellbare Handkreissäge und eine Handoberfräse, womit man Rundungen fräsen und nuten kann, zur Verfügung haben.
Trennen und Formen
Leimholzecken können Sie beliebig abrunden und feinschleifen. Dazu benützt man am besten Stichsäge und Bandschleifer mit Winkelschlag.
Das nennt der Tischler Kanten brechen oder anfassen
. Denn: Gerundete Kanten vermeiden Splitter und blaue Flecken.
Innenrundungen glätten Sie am besten mit einer solchen rotierenden Schleifscheibe, für Außenrundungen nimmt man den Schwingschleifer.
Anfertigen von Schablonen: Kurvenschnitte sind mit der Stichsäge kein Problem. Die richtige Form (z.B. für eine Tischwange) übertragen Sie originalgetreu mit einer Rasterzeichnung.
Kreisrunde Scheiben: Das Werkstück auf eine Hilfsplatte nageln und gegen die Schleifscheibe drehen. Immer wieder nachsetzen.
Hände weg von der Kreissäge! Ein Schiebestock verhindert zuverlässig, dass etwas passiert.
Ein Zapfenloch für eine Keilverbindung oder eine Tischzarge machen Sie mit der Bohrmaschine. Mit dem Stecheisen nacharbeiten.
Damit die Schraubzwingen keine Druckstellen auf dem Leimholz hinterlassen, sollten unbedingt Zulagen verwendet werden.
Tipp
Beim Arbeiten mit Leimholz können Sie mit Hobel und Stemmeisen so richtig ins Volle gehen. Hierfür bietet die Industrie viel spezielles Werkzeug. Aber: Werkzeug ist scharf! Beachten Sie die Schutzvorschriften.
Verbindungen
Auf das Gewusst wie
kommt es beim Zusammenfügen von Konstruktionsteilen an. Dabei soll die Verbindung der Belastung angemessen sein. Entsprechend der Bauteilbelastung ist Dübeln ideal, oder aber man kommt um eine komplizierte Zapfenverbindung nicht herum. Fügen Sie vor dem Verbinden Leim auf die Einzelteile. Achten Sie für eine optimale Verleimung auf die Arbeitshinweise der Hersteller.
Dübeln – einfach und haltbar
Exaktes Platzieren der Bohrlöcher: Schlagen Sie auf einer Brettseite wo später die Dübel sitzen sollen, genau mittig positioniert dünne Stifte ins Holz. Kneifen Sie diese auf 3 mm Höhe ab. Setzen sie daraufhin das Brett bündig ans Gegenstück und drücken Sie die Stifte ins Holz. Eine ideale Methode für Regalbau und andere Möbel!
Tipp
Richtige Pflege: Holz, das jahrzehntelang in freier Natur gewachsen ist, sollte in seiner natürlichen Schönheit belassen bleiben. Zur Hervorhebung der vielfältigen Holzstrukturen und zum Schutz vor Verschmutzung bietet der Holzfachhandel eine große Palette von Wachsen, Ölen und Lasuren, die den natürlichen Feuchteaustausch mit der Umgebungsluft erhalten, an. Genauere Informationen finden Sie unter Oberflächenvergütung
.
Kreuzverbindungen mit Dübeln
Kreuzverbindungen, beispielsweise für ein Tischkreuz, bekommen mit Holzdübeln einen soliden Halt. Nachdem die Dübellöcher vormarkiert sind, wird das Holz von beiden Seiten ganz durchbohrt. Die Dübellöcher sollten senkrecht und gerade sitzen, sonst spaltet das Holz beim Zusammenfügen. Die Bohrlöcher dienen wiederum als Schablone für die Bohrung der Zargenbretter.
Die gebräuchlichsten Dübelstärken sind 6,8 und 10 mm. Die Dübellöcher werden mit Holzbohrern (gleiche Stärke wie Dübel) je eine halbe Dübellänge tief vorgebohrt. In die Dübellöcher wird etwas Leim gegeben. Versenken Sie die Dübel mit gefühlvollen Schlägen. Danach können beide Teile miteinander verbunden werden.
Schlitz-Zapfen-Verbindung
Mit einem abgesetzten Zapfen und einem Hartholzkeil erhält beispielsweise ein Tischfuß eine optimale Standfestigkeit. Mit einer einfachen Überplattung der Fußkreuzlatten fängt die Arbeit an. Im Zentrum wird ein kleines Quadrat mit Bohrer und Stecheisen ausgehoben.
Ein aus Hartholz zugesägter Keil wird in mit einer Säge vorgeschlitzten Tischbeinzapfen vorsichtig eingeschlagen. Er sorgt dafür, dass die Verbindung auf sicherem Fuß steht.
Möbelbau - leicht gemacht mit vorgefertigten Möbelteilen, Beschlägen und Konstruktionshölzern aus Leimholz
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Möbel bauen ist gar nicht so schwer. Mit massiven, sorgfältig verleimten Bauteilen aus Leimholz schaffen Sie sich für wenig Geld viel Lebensqualität.
Mit ein wenig Fantasie kann man sagen, Konstruktionshölzer sind große Systembaukästen zum Selberbauen. Denn genau diese Idee steckt dahinter: Mit einer geringen Zahl von Grundelementen haben Sie die Möglichkeit, Möbel und Einrichtungen ganz nach Ihrem persönlichen Bedarf zu bauen. Grundelement ist hier ein System-Nutrahmen mit den Maßen 58 x 58 mm. Es gibt ihn in einseitig bis vierseitig genutet, auch mit halbrunder Kanten. Weiterhin bekommen Sie gelochte Holme und Stollen für Regale, Rahmen unterschiedlicher Dicke und Schubladen.
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