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Dachausbau mit Holz richtig planen Die Zwischensparrendämmung

Aufsparrendaemmung

Untersparrendaemmung



      1. Sparren
      2. Profilholzbekleidung
      3. Lattung
      4. Dampfsperre
      5. Dämmstoff
      6. Brett
      7. Unterspannbahn
      8. Konterlattung
      9. Lattung
      10. Dachdeckung
      11. Untersparren
      12. Innenbekleidung

Wer liefert Holz für den Dachausbau?

Normalerweise ist dies die am einfachsten auszuführende Dämmtechnik im Steildach. Der Dämmstoff füllt das Sparrenfach voll aus und ist nur durch eine vor eindringendem Regenwasser schützende Unterspannbahn von den Dachziegeln getrennt. Es wird also die volle Sparrenhöhe für die Wärmedämmung ausgenutzt.

 

Ist die Sparrenhöhe zu niedrig (besonders häufig bei alten Häusern) kann mittels eines seitlich an die alten Sparren angeschraubten starken Brettes die nötige Einbauhöhe geschaffen werden. Gleichzeitig können eventuell vorhandene Differenzen der Sparrenlage ausgeglichen werden. Dies kommt dann auch der späteren Anbringung der Innenholzverkleidung zugute.

 

Häufig findet man in alten Dachausbauten eine Minimal-Wärmedämmung, z. B. mit Bimsstein-Ausfachungen, verputztem Schilfrohr oder anderen Materialien vor. Ist diese Altlage bautechnisch und bauphysikalisch noch in Ordnung, kann hier eine zweite und leistungsstärkere Dämmstofflage von innen her angebracht werden. Hierzu wird eine rechtwinklig zur Sparrenlage laufende starke Lattung (meist 8/6 cm, aber auch dicker) angebracht. Auch die Aufdoppelung der eigentlichen Sparren durch einen Untersparren ist möglich. Die Dicke der neuen Dämmlage ergibt sich aus der Höhe der so neu entstandenen Gefache.

 

Wichtig: Bei allen Zwischensparrendämmungen muss auf der Raumseite der Dämmung eine Dampfsperre angebracht werden, um das Eindringen von Raumfeuchte und damit sogenannte Tauwasserbildung im Dach zu unterbinden. Auf eine handwerklich saubere Verlegung der Dampfsperre, insbesondere Verklebung und Sicherung von Folienstößen sowie auf luftdichte Abschlüsse an Innenwänden und Fußpunkten ist zu achten. Durch Fugen zwischen Dämmstoff und Sparren entstehen Wärmebrücken. Wie Sie Fugenbildung vermeiden, entnehmen Sie den Arbeitsanleitungen der Herstellerprospekte.


Die Aufsparrendämmung

Aufsparrendaemmung
Eine Verlegung der Dämmschicht über den Sparren ist bei Neubauten heute problemloser Stand der Technik. Bei bestehenden Gebäuden ist sie vor allem dann sinnvoll, wenn auch eine komplette Neueindeckung des Daches vorgenommen wird oder die Dachschrägen der Wohnräume nicht verändert werden sollen. Besonders reizvoll kann hier natürlich die Gestaltung der Untersicht der Dachverschalung mittels formschöner Holzbeplankungen vorgenommen werden. Die Aufsparrendämmung zwingt aber dazu, alle Dachanschlüsse (Dachrinnen, Schornsteine, Dachfenster etc.) aufgrund der neuen Höhenlage der Dachoberfläche anzupassen. Dies ist bei freistehenden Einfamilienhäusern im allgemeinen problemlos, als Maßnahme an Reihenhäusern jedoch nicht durchführbar. Ein großer Vorteil der Übersparrendämmung ist die vollständige Vermeidung von Wärmebrücken. Die Dämmschicht liegt wie ein geschlossener warmer Mantel über der Dachkonstruktion. Erfahrene Zimmermannsbetriebe führen diese Dachaufbauvariante seit Jahren mit Erfolg durch. Sie kennen auch die hierfür geeigneten und zugelassenen Dämmstoffe.

Leichte Trennwände

Dach

Schrauben Sie Kanthölzer (mind. 60 x 40 mm) auf alle fertig gedämmten Umfassungsflächen als Rahmenkonstruktion.

Bauen Sie dann die senkrechten, mind. 60 x 60 mm starken Ständer ein. Die Breite der Dämmmatten (60 mm stark) soll dem lichten Maß zwischen den Ständern entsprechen. Stellen Sie die Dämmmatten ein und sichern Sie diese gegen Abrutschen. Schrauben Sie die Profilholzbekleidung (oder Gipskarton-/Holzdekorplatten) auf die Holzständer. Für einen erhöhten Schallschutz sollten zwei getrennte Ständerkonstruktionen errichtet werden. Dabei sind Schallübertragungswege über angrenzende Bauteile durch Dämmstreifen zwischen Verkleidung, Boden und Dachschrägen zu entkoppeln.


Abseitenwände

Beim nachträglichen Ausbau flach geneigter Dächer entstehen sog. Abseitenwände. Hier kann man im allgemeinen mit den Dämmstoffstärken großzügig verfahren; 16 bis 25 cm Dämmdicke sind sinnvoll. Das trifft auch auf den dämmbaren Bereich von Kehlbalkenlagen zu.


Dach

Innenbekleidung

Dachschrägen lassen sich von der Raumseite her ideal mit Nut- und Federprofilen bekleiden. Sie sind leicht zu verarbeiten und bieten eine Menge individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Genauere Informationen finden Sie in Tipps vom Holzfachhandel Profilholz für Wand und Decke. Durch eine rauminnenseitige Unterlegung der Lattung auf den Sparren lassen sich nicht fluchtgerecht verlaufende Sparren ausgleichen. Zudem ist hier Raum für die Verlegung von Installationen gegeben.


Holzschutz

Holz, das in Innenräumen bei gewöhnlichem Wohnraumklima verwendet wird, braucht überhaupt nicht mit Holzschutzmitteln, die pilz- und insektenwidrige Wirkstoffe beinhalten, behandelt zu werden. Als Schutz gegen Verschmutzung oder zur farblichen Gestaltung empfiehlt sich allerdings eine Oberflächenveredelung mit Lasuren (ohne Wirkstoffe gegen Pilze und Insekten), Ölen oder Wachsen.


Holzfußböden

Aus Gründen der Schalldämmung sind Fußböden bei Raumunterteilung erst nach dem Einbau von Trennwänden zu verlegen. Zu Holzfußböden finden Sie Informationen in den Tipps vom Holzfachhandel Massiven Dielenfußboden richtig verlegen und Fertigparkett richtig verlegen. Prinzipiell führt das Einbringen von Masse zu verbessertem Schallschutz. Die Tragfähigkeit ist allerdings von einem Ingenieur vorher zu prüfen.


Dach

Tipp:

Wenn Ihnen die eine oder andere Teilaufgabe zu schwierig erscheint, fragen Sie ruhig Ihren Holzfachhändler. Er kann Ihnen nicht nur mit Rat und guten Prospekten, sondern auch mit der Empfehlung guter Handwerksbetriebe weiterhelfen.

 

 

Der Ausbau von Dachgeschossen zählt zu den beliebtesten Do-it-yourself-Beschäftigungen für handwerklich geschickte Selbermacher. Auf keinen Fall dürfen dabei aber die schwierigen Aufgaben übersehen werden, die normalerweise ohne Rat und Tat des Fachhandwerkers nicht zu bewältigen sind. Dazu zählen beispielsweise elektroarbeiten, die Installation von heizung und sanitären Anlagen sowie der Einbau von Dachfenstern oder Dachgauben. Vielfältige gestalterische Varianten ermöglicht der Ausbau mit Holz. Worauf es bei Planung und Ausführung ankommt, will dieser Holz-Tipp vermitteln. Fragen Sie im Zweifelsfall jedoch immer Ihren örtlichen Architekten oder einen qualifizierten Ausführungsbetrieb. Denn Planungs- und Ausführungsfehler im Dach sind schwierig zu lokalisieren und zu korrigieren, wenn die Innenverschalung erst einmal fertiggestellt ist.


Baurechtliche Anforderungen

Aufenthaltsräume

im Dach sind grundsätzlich zulässig, wenn sie unmittelbar über dem obersten Wohngeschoss angeordnet werden. Der Ausbau ist im allgemeinen baugenehmigungsfrei, wenn die äußere Gestalt des Gebäudes dadurch nicht verändert wird. Die Einrichtung einer

 

Wohnung

im Dachgeschoss ist jedoch baugenehmigungspflichtig. Dabei geht es insbesondere um die Einhaltung von statischer Standsicherheit, Brandschutz, Wärmeschutz und Schallschutz. In einigen Ländern genügt Bauanzeige statt Baugenehmigung. Es ist auf jeden Fall anzuraten, die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer hinsichtlich eventueller Auflagen oder Einschränkungen einzusehen. Schon im eigenen Interesse sollte aber jeder Dachausbauer auf sicheren Zuweg (feststehende Treppe), Erreichbarkeit der Ver- und Entsorgungsleitungen, sicheren Anschluss der Heizmöglichkeiten an den Heizkreislauf des Hauses, gute Belichtung und Tragfähigkeit der obersten Geschossdecke achten. Genehmigungspflichtig ist der Ausbau auf jeden Fall dann, wenn Änderungen an der vorhandenen Bausubstanz mit statischen Eingriffen oder beispielsweise auch Anbauten von Gauben vorgenommen werden sollen. Soll in einem Mehrfamilienhaus eine neue Wohnung unterm Dach entstehen, ist die bauliche Maßnahme generell von der Erteilung einer Baugenehmigung abhängig. Den Bauantrag sollte ein Architekt stellen.

Gründlich planen!

Da oft viele unteschiedliche Aufgaben beim Dachausbau bewältigt werden müssen, sollte man sich vor Beginn die einzelnen Schritte unbedingt in der richtigen Reihenfolge aufschreiben. Müssen Fenster oder Gauben neu eingebaut werden? Ist Elektro-, Heizung- und Wasserinstallation vorhanden? Sollen Trennwände eingezogen werden? Ist das Dachgebälk konstruktiv intakt? Ist ausreichend Sparrenhöhe zur Einbringung der Dämmstoffe vorhanden? Erst wenn diese und andere Fragen in einen folgerichtigen Planungsabluaf gegossen worden sind, kann an die Materialbeschaffung herangegangen werden. Hier steht Ihnen der Holzfachhandel als kompetenter Ratgeber und servicestarker Lieferant hilfreich zur Seite.

 

Nur ein bauphysikalisch richtiger und technischer gut ausgeführter Dachausbau schützt vor den vielfältigen klimatischen Einflüssen, denen gerade der Dachbereich in besonders hohem Maß ausgesetzt ist. Einw enig Bauphysik muss also sein, wenn es hinterher keine Pannen und Selbstvorwürfe geben soll. Wärmeschutz, Kälteschutz, Schallschutz und Brandschutz – damit Sie sich in Ihrer Dachwohnung rundum wohlfühlen.


Wärmeschutz

Hier ist zunächst zu unterscheiden zwischen dem Ausbau bestehender Dächer und dem Dachausbau im Neubau. Die gebräuchlichste Art der Wärmedämmung ist die Zwischensparrendämmung. Im bestehenden Altbaudach können hier jedoch einige Schwierigkeiten auftreten: Die Sparrenhöhen sind für die erforderlichen Dämmstoffstärken meist zu klein und eventuell sind alte, nicht diffusionsoffene Unterspannbahnen oder andere Abschirmungen vorhanden. Dadurch wird die mögliche Einbauhöhe für den Dämmstoff eingeschränkt. Meist ist es dann empfehlenswert, solche Altlasten zu entsorgen und mit einem geeigneten Dämmstoff bis unmittelbar an die Dacheindeckung heranzugehen. Nach außen wird der Dämmstoff durch diffusionsoffene Unterspannbahnen geschützt. Die früher üblichen Belüftungshohlräume zwischen Dämmschicht und Dachziegelngehören mehr oder weniger der Vergangenheit an. Die Leistungskraft moderner Dämmstoffe hat hier völlig neue Wege eröffnet.

 

Wie bestimmen Sie den für Ihren Dachausbau geeigneten Dämmstoff?

Achten Sie bei Ihrer Dämmstoffwahl auf folgende Kriterien:

 

  • Wärmeschutz
  • Schallschutz
  • Brandschutz (Nichtbrennbarkeit)
  • Unverrottbarkeit
  • Formsicherheit und Standvermögen
  • Elastizität
  • Wasserabweisende Eigenschaften
  • Leichter Verarbeitbarkeit
  • Normgerechtigkeit und Güteüberwachung
  • Bauaufsichtliche Zulassung

 

Empfohlene Dämmstoffdicken

Die neue Wärmeschutzverordnung für Gebäude schreibt nicht mehr den sogenannten k-Wert für jedes Bauteil vor. Als Zielgröße nennt sie vielmehr den Jahresheizwärmebedarf, also die Wärmemenge in kWh pro Jahr und beheizter Grundfläche, die nicht überschritten werden darf. Dies ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch zu erhöhtem Wohnkomfort, den der Altbaubestand in dieser Hinsicht oft vermissen lässt.

 

Die empfohlene Dämmstoffdicke beim Dachausbau liegt für einen leistungsstarken Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) 0.35 oder 0.40 bei 16 bis 18 Zentimetern. Damit –können k-Werte von 0.24 bis 0.21 W/qmK erreicht werden. Je höher die WLG eines Dämmstoffs ist, desto dicker muss ein Dämmstoff sein, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

 

Der k-Wert eines Bauteils weist die Wärmemenge aus, die innerhalb einer Stunde bei einem Temperaturunteschied von einem Grad zwischen drinnen und draußen durch ein Quadratmeter Außenbauteil verloren geht. Bei einem nichtgedämmten Dach mit Unterspannbahn wird dieser k-Wert ca. 4,76 W/qmK betragen!


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