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25.07.2008 RSS Feed

Deutscher Holzhandel liegt im 1. Halbjahr 2008 1% über dem Vorjahr - Holzwerkstoffe deutlich darüber

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) sieht nach einem recht guten Start in den ersten Monaten 2008  zum Sommer hin eine Geschäftsberuhigung, insgesamt konnten die Unternehmen der Branche aber  mit einem Umsatzzuwachs von 1 %  noch ein kleines Plus gegenüber dem Vorjahr erreichen.

Insbesondere Januar und Februar 2008 sind sehr gut gelaufen, so die Zahlen aus den GD Holz Betriebsvergleichen, der März war auch aufgrund der Osterfeiertage rückläufig. Im April liefen die Umsätze gut, ab Mai kam es zu einer Geschäftsberuhigung, die den Sommer über anhält. Zahlen aus den Betriebsvergleichen liegen bis einschließlich Juni vor.

Die guten Vorgaben aus den Jahren 2006 und auch 2007 haben die Erwartungen der Branche in nochmals steigende Umsätze im Jahr 2008 bereits frühzeitig gedämpft, das GD Holz Konjunktur Barometer ist 2008 deutlich verhaltener als in den Vorjahren. So erwarten nur 10 % der am Betriebsvergleich beteiligten Unternehmen steigende Umsätze in den kommenden Monaten, vor Jahresfrist waren es noch 20 % und im Herbst 2006 waren es fast 50 % - ein Spitzenwert.

Dennoch ist die aktuelle Lage nicht von Pessimismus geprägt, immerhin über 50 % der Unternehmer erwarten Umsätze auf Vorjahresniveau in den kommenden Monaten.

Schon 2007 lief der Großhandel  besser als der Einzelhandel, diese Tendenz setzt sich auch 2008 fort,  der Umsatz im Einzelhandel ist um 2,45 % rückläufig, Großhandel und Lagergeschäft erreichen noch ein Plus von ca. 1,5 %.

Die Ursachen für den erneuten Rückgang im Einzelhandel liegen in den gestiegenen Lebenshaltungskosten und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung im investiven Bereich. Im ersten Halbjahr ist das Trendsortiment Holz im Garten um fast 6 % rückläufig, sehr schwache Gartenumsätze gab es  im März und April. Der GD Holz führt seit Beginn 2008 im Quartal eine sortimentsgenaue Umsatzabfrage durch, die ersten Ergebnisse sind nicht statistisch abgesichert, können aber einen Trend geben. Danach liegen Terrassendielen ( Holz und WPC ) nur auf Vorjahresniveau, deutlich rückläufig sind Möbel und Gartenhäuser, gefragt dagegen Konstruktionsholz. Das Sortiment Fußboden ist deutlich besser gelaufen als im vergangenen Jahr,  plus 7 % im ersten Halbjahr 2008 -  zu berücksichtigen ist aber die schwache Entwicklung bei Fußböden vor einem Jahr. Der Sortimentstrend zeigt Zuwachs in allen Fußbodenbereichen rückläufig sind allein Furnierböden.

Schnittholz ist im ersten Halbjahr mit einem minus von 8 % deutlich rückläufig, Ursachen sind die Preisentwicklung und Marktberuhigung.

Welche Anteile beide Faktoren haben, lässt sich aufgrund der Abfragemodalität im Betriebsvergleich nicht einschätzen, da Euro Umsätze und nicht Mengen abgefragt werden. Hobelwaren sind im gleichen Zeitraum um 4 % rückläufig, am stärksten vom Rückgang betroffen ist das klassische Sortiment Profilholz.

Wie bereits 2007 sind auch 2008 Holzwerkstoffe am besten gelaufen. Diese Warengruppe erreicht für den Berichtszeitraum  einen Umsatzanteil von 28% am gesamten Umsatz des Holzhandels, und nimmt damit eine überragende Stellung ein. Holzwerkstoffe konnten in jedem Monat gegenüber dem Vorjahr  zulegen ( außer März ) und liegen für die ersten 6 Monate bei 10 % über Vorjahr. Der Sortimentstrend zeigt eine überdurchschnittliche Entwicklung bei OSB, Holzfaserdämmplatten und beschichteten Spanplatten.

Wie sich das Geschäft für den Holzfachhandel im 2. Halbjahr 2008 entwickeln wird, ist schwierig einzuschätzen,  seitens Forstwirtschaft und Industrie wird derzeit von einem sehr ruhigen Markt berichtet. Wenn Innenausbau und energetische Sanierung weiter Impulse geben, 

sind die Aussichten nicht schlecht, das gleiche gilt für Objekte und Gewerbebau. Für den Holzeinzelhandel ist es wichtig,  dass der Verbraucher wieder mehr in Holzprodukte  für Haus, Wohnung und Garten investiert.

 

Berlin 25.7.2008


Presseveröffentlichungen...

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