Massivholzdielen aus Vollholz bieten den besonderen Reiz des naturbelassenen Produktes. Sorgfältige Sortierung und exakte Trocknung zeichnen Qualitätsfußbodendielen aus und gewähren Ihnen blei- bende Freude an Ihrem Dielenboden. Gewisse Unebenheiten, wie Äste und 1-2 mm breite Fugen, die durch jahreszeitliche Feuchteschwankungen entstehen, geben dem Dielenboden seine charakteristische Ausstrahlung, denn Holz ist Natur.Holzfußböden richtig renovieren. Um keine Probleme mit der Bodenhöhe (Unterschneiden von Türen, Versetzen von Leisten, alte Raumproportionen) zu bekommen, ist bei schadhaften Böden ein Entfernen der alten Dielen am vorteilhaftesten. Die neuen Dielen werden, wie oben angesprochen, verlegt. Sollten Sie neue Dielen oberhalb des alten Dielenbodens verlegen, nimmt die Bodenhöhe um die Dicke der neuen Dielen zu. Beachten Sie, diese in Querrichtung zu den alten Fußbodendielen zu verlegen.
Die Verlegung
Werkzeug und Zubehör
Hammer (500 g), Stichsäge, Stecheisen, Setzstift, Zollstock, Bleistift, Schlagleiste (PVC hat geringere Rückfederung als Holz, jedoch Dielenabfallstück als Schlagholz verwendbar), Richtschnur, Keile, ggf. Sperrplättchen, Gehrungslade für Schrägschnitte bei Fußbodenleisten, ggf. gehobelte Lagerhölzer, Leisten.
a. Lagerhölzer befestigen
Verlegen Sie die Lagerhölzer (ca. 4,5 x 7 cm) in einem Abstand von etwa 30 bis 50 cm auf dem Unterboden. Bei der Sanierung einer alten Holzdecke richten Sie sich dabei nach dem Verlauf der alten Balken.
Die Hölzer sind waagerecht (Schnur spannen) und festaufliegend auf dem Untergrund aufzubringen.
Höhenunterschiede in der Lagerkonstruktion (alte Balkendecke) führen zu Unebenheiten im Dielenboden. Zum Ausgleich können Sperrplättchen o. ä. (keine Keile!) unter die Lagerhölzer geleimt bzw. fest angenagelt werden. Unterhalb der Lagerhölzer werden Dämmstreifen in ganzer Länge verlegt und an den Stirnseiten bis zur Oberkante des Lagerholzes hochgezogen, um Trittschall zu vermeiden. Die Räume zwischen den Lagerhölzern werden mit Dämmstoff ausgefüllt. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Holzfachhändler nach geeigneten Dämmmaterialien.
Tipp
Achten Sie darauf, dass der Trockenheitsgrad der Lagerhölzer dem der Vollholzdielen entspricht. Längs zum Raum verlaufende Lagerhölzer ermöglichen ggf. handlichere Dielenformate ohne Längsstöße, die dann quer zum Raum verlaufen.
Bei langen schmalen Fluren mit unebenem Untergrund kann jedoch eine Längsverlegung der Dielen zum Ausgleich der Unebenheiten vorteilhaft sein. Lassen Sie sich ggf. durch Ihren Holzfachhändler oder die Fachberater der Herstellerwerke beraten.
b. Massivholzdielen verlegen
| Legen Sie die erste Dielenreihe mit der Nutseite zur Wand und fixieren sie den Abstand zur Wand (ca. 1 cm) mit Keilen.
Nageln/schrauben Sie das Brett wandseitig direkt von oben fest (wandseitig werden die Nägel später von der Fußleiste verdeckt). Raumseitig wird die Dielenreihe schräg durch die Feder geschraubt. |
| Nun treiben Sie die nächste Dielenreihe mit der Nut auf die Feder der bereits befestigten Dielenreihe. Helfen Sie mit leichten Hammerschlägen auf ein Schlagholz nach. Schlagen Sie jedoch nie mit dem Hammer direkt auf die Diele. Achten Sie darauf, das Schlagholz immer mit derselben Seite an die Dielenfeder anzulegen. Nageln Sie die zweite Dielenreihe ebenfalls unter Druck schräg durch die Feder fest.
Bei Kurzdielen wird die folgende Reihe jeweils mit dem Verschnittstück der vorigen Reihe begonnen. Im unregelmäßigen Verband ist darauf zu achten, dass der Längenversatz mindestens 50 cm beträgt. |
| Die letzte Dielenreihe ist so anzupassen, dass auch hier ein Abstand von ca. 1 cm zur Wand bleibt. Sie wird ebenfalls von oben sichtbar verschraubt.
Vergessen Sie nicht, die Abstandskeile nach der Dielenverlegung zu entfernen!
Dehnungsfugen und Verschraubungen werden abschließend mit formschönen Bodenleisten abgedeckt. |
Raumabschlüsse
Bei Ihrem Holzfachhändler bekommen Sie zu jedem Dielenboden die passenden Leisten, auch solche, unter denen Sie Stromkabel, Antennenkabel usw. verstecken können.
Sie bilden den harmonischen Abschluss zwischen Dielenboden und Wand.
Tipp
Achten Sie beim Zuschnitt der Dielen auf den Sägeschnitt:
Beim Sägen von Hand oder mit der Tischkreissäge reißen die Fasern nach unten aus. Deshalb sollte die Sichtseite der Diele immer nach oben gelegt werden.
Anders beim Sägen mit Handkreissägen oder Elektrostichsägen. Hier reißen die Holzfasern nach oben aus. Deshalb ist die Sichtseite in diesen Fällen nach unten zu legen. Dabei ist auf eine saubere Unterlage zu achten.
Schraubnägel verhindern ein späteres Ausziehen der Dielen. Bei harten Hölzern empfiehlt es sich, die Schraublöcher vorzubohren.
Ein Senkstift sorgt für das Versenken der Nagelköpfe im Brett.
Oberflächenvergütung
Unbehandelte Dielenböden werden abschließend mit einem oberflächenschützenden Mittel behandelt (Wachse, Öle, Beizen). Bitte beachten Sie dabei die Verarbeitungshinweise der Hersteller. Verwenden Sie keine Mittel, die zum Miteinanderverkleben der Dielen führen. Holzdielen müssen den jahreszeitlichen Feuchteschwankungen entsprechend arbeiten
können. Darum ist die Bildung von 1-2 mm breiten Fugen charakteristisch für einen Dielenboden.
Wird dies verhindert, kann es zum Blockabriss, also dem Abriss einiger Dielenreihen zusammen als Block, kommen. Die entstehenden Fugen sind dann entsprechend groß.
Tipp
Verlegen Sie bereits werkseitig endbehandelte Fußbodendielen: Sie sparen Zeit, vermeiden Geruchsbelastung und können den neu verlegten Dielenboden direkt nutzen.
Pflegehinweise
Massivholzdielen werden einfach mit einem Besen oder Staubsauger gereinigt und nur bei Bedarf mit einem nebelfeuchten Tuch gewischt (nie nass!).
Je nach Beanspruchung kann der Boden mit Holzfußbodenwachs gepflegt werden, um seine schöne Oberfläche zu erhalten.
Selbst im Falle einer Renovierung muss der Boden nicht komplett entfernt werden, sondern wird einfach abgeschliffen und neu behandelt.
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