| Fuma gehört zu den besonders weit verbreiteten und auch häufig vorkommenden Holzarten; obwohl ursprünglich nur in den Tropen Amerikas bekannt, wurde diese Art schon vor Jahrhunderten für die Erzeugung der als Polstermaterial verwendeten Kapok-Samenfasern in Asien, vor allem aber in Afrika heimisch gemacht. Heute kommt Fuma sehr häufig in Afrika vor, von wo dieses leichte Holz, wie auch aus dem tropischen Amerika, regelmäßig importiert wird. | |
| Natürliche Verbreitung und botanische Bezeichnungen | in Amerika: alle halbtrockenen, tropischen Wälder oder inselartig in lichten Feuchtwäldern;
Ceiba pentandra (= Eriodendron anfractuosum = Bombax pentandrum); Familie der Bombacaceen. |
| Weitere Handelsnamen | in Afrika: Araba, Banda, Doum, Enia, Fromager, Ghe, Kapokier*). Ogouma, Onya; |
| Kurzzeichen nach DIN 4076 Blatt 1 | CEI |
| Beschreibung | |
| Stammform | Sehr großer Baum mit besonders starken, bis 6 m hohen Brettwurzeln; darüber astfreie, runde und überwiegend gerade Stämme bis 30 m, meist um 15 m bis 20 m lang; Durchmesser bis 2,5 rn, oft um 1 m stark. Die auffällig glatte und harte Rinde ist an der Stammbasis junger Bäume häufig mit Stacheln besetzt. |
| Farbe und Struktur des Holzes | Splint hellgrau bis gelblichweiß; teilweise auch mit leicht rosagrauer Tönung; ohne Ausbildung von Kernholz. Poren grob und überwiegend zerstreut, im Frühholz teilweise häufiger und größer als im Spätholz; Porenrillen auf allen Längsschnitten deutlich, oft etwas gewunden verlaufend und dunkler als das umgebende Holz. - Holzstrahlen auf glatten Querschnitten als Strahlenmuster und auf Längsschnitten als niedrige Spiegel oder tangentiale Stri-chelung von blaß brauner Färbung noch erkennbar. - Speicherzellen (vertikal), obwohl den größten Teil des Holzes bildend, sind nur mit einer Lupe auf glatten Querschnitten als eng aufeinanderfolgende, tangentiale Schichten erkennbar; sie verursachen als stets dünnwandige Zellen das niedrige Holzgewicht. - Faserverlauf (Faserrichtung) unregelmäßig bis schwach wechseldrehwüchsig; die Zuwachszonen sind unterschiedlich deutlich begrenzt und können in Abhängigkeit vom Standort oft mehrere Zentimeter breit sein. |
| Gesamtcharakter | Hellfarbiges, sehr leichtes Holz mit teils unruhigemFaserverlauf, aber sonst schlichtem Holzbild. |
| Abweichungen | In den marknahen Zonen mit rötlichbraunen, unregelmäßig streifigen Verfärbungen; bei älteren Bäumen oft mit Weichkern; vereinzelt mit dunkelbraunen, fast schwarz erscheinenden Porenrillen. |
| Handelsformen | Rundholz: Länge 8 m bis 12 m mit Durchmessern von 0.7 m bis 1,5 m; |
| Daten | |
| Gewicht | |
| - ungetrocknet (Rundholz) | ca. 900 kg/m³ |
| - darrtrocken | ca.0,29 g/cm³ |
| Druckfestigkeit (lufttrocken) | ca. 22 N/mm² |
| Biegefestigkeit (lufttrocken) | ca. 41 kp/mm² |
| Eigenschaften | Alle Werte können durch Unterschiede in der Dichte deutlich abweichen. Fuma (Ceiba) ist demnach im frischen Zustand ein besonders wasserreiches Holz, das getrocknet zu den leichtesten, wirtschaftlich noch genutzten Hölzern zählt; die physikalischen Festigkeitseigenschaften sind entsprechend niedrig und können auch innerhalb desselben Stammes deutlich variieren. Aufgrund der geringen Härte ist das Holz bei nur geringem Kraftaufwand zu sägen und zu hobeln, wenn scharfe Werkzeuge mit entsprechend eingestellten Span- und Freiwinkeln benutzt werden, um ein Verfilzen der Schneiden, Druckstellen und rauhe oder ripplige Flächen zu vermeiden. Das Bohren, Fräsen und Drechseln ist oft erschwert, und auch die Nagelfestigkeit ist, besonders bei leichten Qualitäten, nur gering. Für das Schleifen ist gut getrocknetes Holz und eine starke Absauganlage erforderlich. Die Leime aller Typen sind von guter Haltbarkeit. Hervorzuheben ist die gute Messerund Schälbarkeit ab 2,5 mm bis zu großen Stärken, bei frischem Holz auch ohne Vorbehandlung. Die Trocknung verläuft schnell, aber wegen des hohen Wassergehaltes muß mit einem höheren Energieaufwand gerechnet werden. Die Verzugserscheinungen sind gering, und nur bei ungleicher Feuchteverteilung im stärkeren Schnittholz besteht die Neigung zur Rißbildung. Das Stehvermögen ist befriedigend. Trockenes Holz ist geruchlos. |
| Oberflächenbehandlung | Fuma (Ceiba) kann nach guter Trocknung und Glättung mit allen Mitteln farblos oder farbig behandelt werden; allgemein ist mit einem etwas größeren Verbrauch, wie auch beim Verleimen, zu rechnen. |
| Verwendungsbereiche | Aufgrund der niedrigen Festigkeitswerte und des geringen Gewichtes ist Fuma (Ceiba) für die Herstellung von Platten, vor allem Tischlerplatten mit Staboder Stäbchenmittellagen, und leichten Einwegverpackungen geeignet; die Platten können ausschließlich aus Fuma (Ceiba) aufgebaut sein oder zur Verbesserung der Oberfläche mit härteren Außenfurnieren beschichtet werden. |
| Austauschhölzer | teilweise für llomba , Kapokier (Bombax buonopozense), Okoume und das südamerikanische Samohu (Chonsia speciosa) oder auch für Abachi, Balsa (Ochroma lagopus) und leichte Pappelhölzer. |
| Anmerkungen | Die Bezeichnung |
| Literatur | Anonymus: Fuma. Förderung afrikanischer Tropenhölzer, 1982. |
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