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Holz im Bad - richtig einbauen

Holz im Bad – keine Problem

Wer liefert Holz fürs Bad?

 

Mit Holz wird Ihr Bad wohnlich und bekommt eine behagliche Atmosphäre. Holz ist leicht nach individuellen Vorstellungen an Wand und Decke zu verarbeiten und kann bei Beachtung weniger konstruktiver Regeln auch in spritzwassergefährdeten Bereichen eingesetzt werden. In diesem Heft finden Sie Tipps für den richtigen Einsatz von Holz im Bad.


Lattenunterkonstruktion

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  1. Die Anordnung der Latten für die Unterkonstruktion richtet sich nach dem Verlauf der späteren Bekleidung. Für die Unterkonstruktion werden üblicherweise gehobelte Fichtenholzlatten verwendet. Unebenheiten an der Wand werden durch kleine Holzkeile oder Sperrholzstücke ausgeglichen.
  2. An den Wänden ist eine Konterlattung für die Belüftung der Bekleidung wegen des zeitweiligen Feuchtestaus im allgemeinen sinnvoll.
  3. Luftdurchzug hinter der Bekleidung muss prinzipiell gewährleistet sein, damit es nicht zur Feuchteansammlung kommt.
  4. Im Deckenbereich ist die Konterlattung jedoch nicht erforderlich.
  5. Die Deckenbekleidung wird mit einem rundum laufenden Wandabstand von ca. 5 cm montiert.
  6. Wegen der Hinterlüftung sollte die Wandbekleidung 2-3 cm vor dem Deckenabschluss enden.

 

Profilholz

Mit massivem Profilholz gewinnen Wand und Decke an natürlicher Lebendigkeit. Das vielfältige Angebot von Langprofilen mit Nut und Feder auf den Längsseiten und Kurzprofilen mit Nut und Feder ringsum bietet Ihnen alle Freiheit bei Ihrer Raumgestaltung. Informationen zu typischen Holzarten, gängigen Massivholzprofilen und Abmessungen finden Sie in den Holz-Tipps Profilholz für Wand und Decke.


Paneele

Im Gegensatz zum massiven Profilholz sind Paneele Holzwerkstoffe, deren Trägermaterial gewöhnlich eine MDF-Platte ist. Die Trägerplatten werden mit Kunststoff oder kunstharzgetränkten bedruckten Papieren oder aber mit Furnieren beschichtet. Durch die verschiedenartigen Oberflächen und besonders durch Variationsmöglichkeiten bei den einzuschiebenden Federn bieten Paneele große Gestaltungsmöglichkeiten. Die rundum genuteten Paneele werden nämlich durch lose Federn miteinander verbunden. Für Wand- und Deckenbekleidungen im Bad gibt es extra Feuchtraumpaneele, die die wechselnde Raumluftfeuchtigkeit gut vertragen. Ihre Oberflächen und Verleimungen sind besonders feuchtebeständig.


Holzimbad

Profilholzbekleidungen

 

Tipps für den Umgang mit Profilholz und Montagehinweise für Wand- und Deckenbekleidung entnehmen Sie bitte den Holz-Tipps Profilholz für Wand und Decke.

An Stellen, wo Spritzwasser auftreten kann, ist eine senkrechte Anordnung der Profilbretter vorteilhaft, damit Wasser und Feuchtigkeit optimal abtropfen können. Bei horizontaler Anordnung der Profilbretter müssen die Federn der Profilhölzer immer nach oben zeigen, damit sich keine abfließende Feuchte in Nuttaschen sammeln kann. Die Befestigungsmittel, die Sie im Bad verwenden, müssen feuerverzinkt sein. So vermeiden Sie Rostflecke.


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  1. Bodenanschluss
    Vertikal verlaufende Latten der Unterkonstruktion sind auf der Oberkante von Sockelfliesen anzubringen und am unteren Ende zu hinterschneiden.
  2. Die untere Querlatte (Konterlatte) ist ca. 5 cm darüber anzuordnen, damit für eine ausreichende Hinterlüftung gesorgt ist.
  3. Die unteren Kanten der Profilbretter sind ebenfalls etwa im 40° Winkel zu hinterschneiden, damit das Spritzwasser ungehindert abtropfen kann.
  4. Anschluss am Wannenrand bzw. Brausetasse
    Zunächst wird je eine Latte an die Wannenseite (eine Seite abschrägen) und am Fußboden mit Montagekleber befestigt.
  5. Dann zwischen Fußboden und Unterkante des Wannenrandes eine 19 mm dicke Sperrplatte (BFU 100) schrauben. Eine Lage Fliesen am Bodenanschluss bildet den Sockel (Verlegehinweise für keramische Beläge auf Holzwerstoffen beachten).
  6. Anschließend Querlatten wegen Hinterlüftung ausklinken und anschrauben.

Anschluss Wanne/Wandbekleidung

 

  1. Im gleichen Holz wie die Wandbekleidung wird zunächst ein Glattkantbrett (ca. 5 cm Breite) mit abgeschrägter Unterkante (Dicke wie Unterkonstruktionslatten) 1 cm oberhalb der Wannenkante an die Wand gedübelt. Hinterfüllen Sie die Anschlussfuge mit einer Schaumstoffschnur von 1 cm und dichten Sie mit Versiegelungsmittel (Silikon) ab.
  2. Die weiteren Latten der Unterkonstruktion und die Bekleidung werden wie beim Bodenanschluss angebracht.
  3. Der Abstand zwischen Oberkante Wanne und Unterkante Profilholz sollte maximal 4 cm betragen.

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Befestigung des Waschbeckens

 

  1. Bei Konterlattungen sollte eine Sperrholzplatte zur Auffütterung in Lattendicke an der Unterkonstruktion befestigt werden.
  2. Diese Platte ist mit zwei Bohrungen für die Schlossschrauben zur Befestigung des Waschbeckens zu versehen. Nach der Montage des Profilholzes das Waschbecken unter Verwendung von 2 cm dicken Distanzplatten anschrauben.
  3. Bei einfacher Konstruktion sind die Befestigungspunkte immer in der Mitte der Latten anzuordnen; ggf. den Lattenabstand darauf ausrichten.
  4. Nach der Montage des Profilholzes (Befestigungspunkte vorher markieren) werden die Löcher für die Spreizanker zur Aufhängung des Waschbeckens durch Bekleidung und Latte in die Massivwand gebohrt.
  5. Anschrauben des Waschbeckens unter Verwendung von 2 cm dicken Distanzplatten.

Tipp

Achten Sie auf genügenden Luftwechsel und Beheizung des Badezimmers, um die zeitweilig erhöhte Luftfeuchte zu regulieren. So vermeiden Sie Schimmelpilzbildung in Fugen durch Feuchteansammlung.


Holzschutz

Eigentlicher Holzschutz mit chemischen Wirkstoffen gegen Pilze und Insekten ist bei der Verwendung von Holz im Bad nicht erforderlich.

In spriztwassergefährdeten Bereichen (z.B. Dusche) sollten Sie jedoch kein Kiefernholz wegen der Gefahr von Bläuebildung verwenden.


Tipp

Beachten Sie im Spritzwasserbereich die oben gegebenen Hinweise: Konterlattung, senkrechte Anordnung der Profilbretter, sicheren Wasserablauf und Boden- bzw. Wannen- oder Beckenrandfreiheit. Die Holzbehandlung erfolgt mit Wachsen, Ölen oder offenporigen Lasuren ohne pilz- und insektenwidrige Wirkstoffe als reiner Oberflächenschutz. Sie ist vor der Montage durchzuführen und schließt alle Seiten des Profilholzes auch Nut und Feder mit ein. Einfacher ist die Verwendung bereits endbehandelten Profilholzes.

 

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