Erster Preis für die holzfreundliche Stadt Stuttgart
Anerkennungen für Mosbach und Hörgertshausen. Burbach erhält Sonderpreis.
Als Stadt mit besonders holzfreundlicher Philosophie zeichnete die Jury des Wettbewerb 2008 Holz in Städten und Gemeinden
die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart mit dem ersten Preis aus. Die vier Siegerkommunen hatten sich bei insgesamt 181 Einreichungen durchgesetzt. Das große Interesse der Städte und Gemeinden am Wettbewerb beeindruckte die Fachjury. Viele Städte, Kreise und Gemeinden haben die mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten von Holz erkannt
, so Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des Holzabsatzfonds. Denn Holz zu nutzen, bedeutet Klimaschutz, Arbeitsplatzsicherung und eine hohe Lebensqualität für die Bürger.
Der Holzabsatzfonds hatte den Wettbewerb gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden - Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund - ausgelobt, um Kommunen für den vorbildlichen Einsatz von nachhaltig erwirtschaftetem Holz zu belohnen. Nicht nur die Anzahl der Einreichungen, sondern auch die große Bandbreite der Bauprojekte von Fußgängerbrücken über Sport- und Eislaufhallen bis hin zu Biomasse-Heizkraftwerken stellte die Innovationskraft und das Zukunftspotenzial von Holz unter Beweis. In den Projekten werden sowohl die zahlreichen technischen und ökologischen Vorteile von Holz offenbar
, so der Juryvorsitzender Prof. Dr. Gerd Wegener. Nicht zuletzt zeigen sie aber auch die ästhetische Vielfalt des Baustoffs.
![]() | Die baden-württembergische Landeshauptstadt wurde für ihre holzfreundliche Philosophie und Projekte mit Vorbildcharakter von der Fachjury mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Ausschlaggebend für den Wettbewerbsgewinn war insbesondere die Aufstockung der Grundschule Gaisburg. Aber auch zahlreiche andere Projekte zeigen, dass Stuttgart auf den natürlichen Baustoff Holz setzt. Darunter sind beispielsweise die Tribünenüberdachung des Gazi-Stadions Waldau, das Generationenhaus West, die Fahrzeughalle des Tiefbauamts und die Feierhalle Heumaden. Die Grundschule Gaisburg wurde durch die Aufstockung in Holzbauweise um einen zweigruppigen Schülerhort erweitert. Die schwache Bausubstanz des Bestandsgebäudes aus den 1950er-Jahren erforderte eine leichte Grundkonstruktion, die mit dem Baustoff Holz verwirklicht wurde. Der natürliche Werkstoff wirkt sich positiv auf das Raumklima aus und schafft so eine gesunde Lernatmosphäre. Die intelligente Nutzung der Holzbauweise mache einen zeit- und kostenintensiven Neubau überflüssig, urteilte die Jury. |
![]() | Eine Anerkennung wurde der baden-württembergischen Stadt Mosbach für den Neubau der Lohrtalschule verliehen. Mosbach bleibe mit dem Projekt der Holzbautradition der Region treu, begründete die Jury die Entscheidung. Die Schulgebäude - Grundschule, Lehrer- und Versammlungsgebäude, Hauptschule und Sporthalle - wurden in zweigeschossiger Massivbauweise mit Stahlbetondecken konzipiert. Die Kombination der Baustoffe gleicht mögliche Schwankungen der Raumtemperatur aus. Durch doppelschalige Brettstapelwände, die die statische Leistungsfähigkeit von Holz unter Beweis stellen, wurde der Wunsch nach maximalem Holzeinsatz dennoch verwirklicht. Alle Wände wurden in Sichtqualität ausgeführt, das heißt, sie wurden nach dem Rohbau nicht mehr bearbeitet. So kommen auch die optischen und haptischen Qualitäten von Holz voll zum Tragen. Die Gebäude der Lohrtalschule fügen sich dank ihrer modernen aber schlichten Architektur und des nachwachsenden Baustoffs Holz harmonisch in die von Obstwiesen geprägte Landschaft ein. |
![]() | Eine weitere Anerkennung sprach die Jury dem neuen Rathaus in Holzbauweise der oberbayerischen Gemeinde Hörgertshausen aus. Hörgertshausen bekenne sich mit der offenen Gestaltung zu den einzigartigen Vorteilen des Bau- und Werkstoffs Holz, so das Juryurteil. Die Architektur spiegele transparente Entscheidungen und dörfliche Demokratie wider. Der repräsentative Bau im Ortskern Hörgertshausens greift die typische Winkelform der ortsüblichen Höfe auf. Große Glasflächen zeichnen die zum Dorfplatz gewandte Fassadenseite aus. Das Gebäudeinnere und die Trägerkonstruktion werden dadurch sichtbar. Decken und Stützen bilden die Unterkonstruktion der gläsernen Fassade. Beim Rathausbau wurden ausschließlich heimische Holzarten verwendet. Sie verleihen dem Gebäude eine natürliche und freundliche Atmosphäre. Stets spürbar ist dabei das konstruktive Gefüge des Gebäudes: Die einzelnen Bauteile grenzen sich optisch voneinander ab, Elementdecken werden beispielsweise auch als solche gezeigt. Die energetische Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz wird durch die Beheizung des Rathauses mit Holzpellets ebenfalls berücksichtigt. |
![]() | Die für den Schwerlastverkehr ausgelegte Rundholzbrücke Zum Marktin der nordrhein-westfälischen Gemeinde Burbach zeichnete die Jury mit einem Sonderpreis aus. Burbach sei es gelungen, so die Jury, ein standardisiertes Verfahren zu entwickeln, das die Konstruktion einer Holzbrücke für den Schwerlastverkehr mit geringem finanziellen Aufwand ermöglicht und auch für andere Kommunen nutzbar ist. Bei der Brücke Zum Marktwurden heimische Hölzer - hauptsächlich Fichte und Lärche - verwendet. Die Last tragen sieben Rundholzstämme mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 70 Zentimetern. Eine optimale Lastenverteilung wird mit Kantholzern erreicht, die quer auf die Stämme montiert sind. Zwei 33 Millimeter starke Lagen kesseldruckimprägniertes Furnierschichtholz bilden den Fahrbahnbelag. Dazwischen wurde eine Bitumenschweißbahn als Abdichtung eingebaut. Vor Feuchtigkeit schützt das Holzbauwerk ein schräges Geländer. |
GD Holz setzt auf Nachhaltigkeit – zum Wohle der Allgemeinheit
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. nimmt seine Verantwortung für die Zukunft der Wälder unserer Erde und damit der Zukunft unserer Kinder sehr ernst. Deshalb hat sich seine Service GmbH von den weltweit agierenden Labels FSC® und PEFC zertifizieren lassen und bietet nun kleineren Unternehmen mit bis zu 15 Mitarbeitern die Möglichkeit, sich dem GD HOLZ CoC Kombizertifikat anzuschließen, um selbst Holzwaren zertifiziert handeln zu können. Anfragen unter info@gd-holz.de. Ein Ansichtsexemplar unserer gültigen Zertifikate finden Sie hier.