Holzfeuchte in der Praxis

Die Holzfeuchte spielt in der Praxis eine große Rolle:

  • Gewicht des Stamm- und Schnittholzes
  • Freilufttrocknung und technische Trocknung
  • Rißbildung während der Trocknung
  • Holzverwendungsfeuchte am späteren Verwendungsort
  • Dimensionsänderung durch Feuchtigkeitsaufhahme bzw. -abgäbe
  • Gefahr durch Pilzbefall
  • Feuchtigkeitsaustausch für ein gesundes Raumklima

Wasser im Holz

Frisch eingeschlagene Nadelhölzer enthalten - im Gegensatz zu Laubhölzern - im Durchschnitt 55-70% Wasser bezogen auf das Holz im darrtrockenen Zustand. Dabei enthält der Kern etwa 35-50%, der Splint etwa 100-150% Wasser. Waldfrische Laubhölzer enthalten im Durchschnitt zwischen 70% und 100% Wasser bezogen auf darrtrockenes Holz.

Waldfrisches Holz wird auch als "grünes Holz" bezeichnet. Es hat etwa den gleichen Feuchtegehalt wie der lebende Baum. Dabei schwankt der Feuchtegehalt der Bäume je nach Holzart und Standort. Die Fällzeit ist jedoch ohne wesentlichen Einfluß auf den Feuchtegehalt.

Der Feuchtegehalt bzw. die Holzfeuchte macht Angaben über den Wassergehalt im Holz. Sie wird mit dem Zeichen u abgekürzt und in Prozent angegeben.

Die Holzfeuchte u gibt das Verhältnis der im Holz enthaltenen Wassermenge mw zur wasserfreien Holzsubstanz m0 (darrtockenes Holz m0) an.

Die im Holz enthaltene Wassermenge mw läßt sich wie folgt bestimmen:

Holz wird zuerst im nassen Zusstand (Nassgewicht mu) und dann im darrtrockenen Zustand (Darrgewicht m0) gewogen. Die Differenz der Gewichte (mu-m0) zueinander ist dann die vorhandene Menge Wasser mw im Holz.

Die nachstehende Formel beeinhaltet das Verhältnis der im Holz enthaltenen Wassermenge zum Darrgewicht des Holzes in Prozent.


Nassgewicht (mu) - Darrgewicht (mo)
Holzfeuchte u (%) = --------------------------------------- x 100
Darrgewicht (m0)

Zusammenhang zwischen Klima und Holzfeuchte

Welche Holzfeuchte am Verwendungsort


Fachwissen Holz