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Zusammenhang zwischen Klima und Holzfeuchte

Abhängig von der jeweiligen relativen Luftfeuchte und (insbesondere bei der technischen Trockung in der Trockenkammer verwendeten) Temperatur stellt sich im Holz mittelfristig eine bestimmte Holzausgleichsfeuchte ein.

 

Am Beispiel Hamburg sind in Bild 3-2 die klimatischen Monatsmittelwerte dargestellt. Auf der linken Seite der Graphik lassen sich die Werte der relativen Luftfeuchte, auf der rechten Seite die der Temperatur ablesen. Die relative Luftfeuchte verhält sich im Jahresverlauf entgegengesetzt der Temperatur. Sie hat ihr Minimum im beginnenden Sommer.


Klima 3-2

Bild 3-2: Monatsmittelwerte von Temperatur und relativer Luftfeuchte in Hamburg

 

Bild 3-3 zeigt den Verlauf der Holzfeuchte, die sich im Holz aufgrund des entsprechenden Klimaverlaufs, nämlich der Monatsmittelwerte von relativer Luftfeuchte und Temperatur, über das Jahr hin einstellt. Ein Vergleich der Kurvenverläufe verdeutlicht, dass die Holzfeuchte ausschlaggebend von der relativen Luftfeuchte bestimmt wird. Die Lufttemperatur ist nur insofern von Bedeutung, als sie die relative Luftfeuchte sehr stark beeinflusst. Im Holz stellt sich eine vom Klima, nämlich der relativen Luftfeuchte und der Temperatur, abhängige Holzgleichgewichtsfeuchte ein.


Klima 3-3

Im Jahresdurchschnitt beträgt die Holzfeuchte 17%. Dies erklärt, warum bei der Freilufttrocknung praktisch nur Holzfeuchten von 16-17% erreicht werden können.

 

Die Klimaabhängigkeit der Holzfeuchte ist für die Praxis deshalb so wichtig, da Holzfeuchteänderungen unterhalb des Fasersättigungsbereiches zu reversiblen Quell- und Schwindbewegungen des Holzes führen. Diese müssen bei Holzbauteilen häufig konstruktiv berücksichtigt werden.

 

Für alle, die es genauer wissen wollen:

Das nebenstehende Diagramm enthält die sogenannten Holzfeuchtegleichgewichtslinien.

Sie geben Auskunft über diejenige Feuchte, die sich im Holz in Abhängigkeit eines bestimmten Umgebungsklimas (Temperatur und relative Luftfeuchte) einstellt. Die klimaabhängigen Holzfeuchten sind beispielsweise für die Berechnung des Quell- und Schwindverhaltens von Holz und zur Steuerung der technischen Holztrocknung eine notwendige Voraussetzung.

 

Es folgt ein Ablesesebeispiel für die Holzfeuchteermittlung mit Hilfe von Bild 3-4. Ein optimales Wohnklima zeichnet sich durch eine Raumtemperatur von 20°C und 60% rel. Luftfeuchte aus. Welche Holzfeuchte stellt sich ein? Antwort: Knapp 11%.

 

Diese Tabellen werden insbesondere zur Steuerung der technischen Holztrocknung eingesetzt, weshalb die Temperaturskala in Bild 3-4 auch bis 120°C aufgeführt wird.


Klima 3-4

Welche Holzfeuchte am Verwendungsort

Holzfeuchte - Übersicht


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