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Welche Holzfeuchte am Verwendungsort

Die Kenntnis des Holzfeuchtegleichgewichtes ist wichtig für die zweckmäßige Trocknung und Verwendung von Holz. Vor der Verarbeitung sollte das Holz grundsätzlich auf diejenige Feuchte getrocknet werden, die annähernd dem Gleichgewicht seiner späteren Umgebung entspricht. Damit wirken dann nur noch die periodischen Klimaschwankungen auf das Holz ein, wodurch die Formänderungen durch Quell- und Schwindvorgänge möglichst gering gehalten werden.

Es macht einen großen Unterschied, ob Holz für die Außenbekleidung eines Gebäudes oder als Fußboden im Innenbereich verwendet wird. Je nach späterem Verwendungszweck wird eine unterschiedliche Endfeuchte, die sogenannte Sollfeuchte bei der Holztrocknung angestrebt. Bild 3-5 gibt die Verarbeitungsfeuchten für unterschiedliche Verwendungszwecke des Holzes an.

Verwendungszweck

Verarbeitungsholzfeuchte

Bauholz im Freien

16 bis 25%

Bauholz für überdachte, offene Bauwerke

16 bis 18%

Gartenmöbel, Gartengeräte

16 bis 18 %

Sportgeräte, Werkzeuge und Gegenstände, die überwiegend im Freien verwendet werden

12 bis 16%

Fenster, Außentüren

12 bis 15%

Möbel, Innentüren, Parkett, Täfelungen a. in Räumen mit Ofenheizung

b. in zentralbeheizten Räumen

10 bis 12 %

7 bis 10%

Holz für Heizungsbekleidungen

6 bis 7%

Furniere, Sperrplattten, Schichtholz

6 bis 8%

Bild 3-5: Verarbeitungsholzfeuchte bei verschiedenen Verwendungszwecken (gültig für Mitteleuropa)

Ab einer Holzfeuchte von 20 % besteht die Gefahr von Pilzbefall. Dies ist bei der Verarbeitung von Holz zu berücksichtigen. Holz ist durch konstruktive Maßnahmen vor zu hoher Feuchtigkeit bzw. durch chemische Maßnahmen vor Pilzbefall zu schützen (vergl. Kapitel 7).

Bei Nichteinhaltung der Sollfeuchten, d.h. der dem späteren Verwendungszweck angepaßten Holzfeuchten, können Folgeschäden nach dem Einbau oder der Verarbeitung der Hölzer, wie Querschnittsverformungen, Verziehen, Schlupf, Rissbildungen, Verleimungsfehler, Lackschäden und Pilzbefall entstehen.

Fazit für die Praxis:

Gemäß der einschlägigen DIN-Normen sollte Holz beim Verlassen des Fertigungsbetriebes z.B. der Tischlerei oder des Innenausbauers bereits auf die dem späteren Verwendungsort angepasste Holzfeuchte heruntergetrocknet sein.

Beispiele:


Fußbodendielen 10% +/-2%
Fensterholz/Fensterkanteln 15% +/-2%
Holz für Treppenstufen 12% +/-2%

Zusammenhang zwischen Klima und Holzfeuchte

Holzfeuchte - Übersicht


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