Holzverfärbende Pilze
a. Schimmelpilze
Die Schimmelpilze sind keine holzzerstörenden, sondern holzverfärbenden Pilze. Zumeist handelt es sich um Penicillium- und Aspergillusarten, wie sie aus dem Lebensmittelbereich bekannt sind. Sie bilden auf organischen Stoffen pelzige Überzüge, einen grünen oder blaugrünen schwärzlichen Rasen, und leben von dem Inhalt angeschnittener Holzzellen. Den optimalen Lebensraum finden sie bei hoher Luftfeuchtigkeit und stehender Luft. Schimmelbefall tritt insbesondere bei frisch eingeschnittenem Holz auf, wenn nicht durch entsprechende Lattung dafür gesorgt wird, daß die Oberfläche schnell abtrocknen kann.
Besonders gefährdet sind stärkereiche Hölzer, z.B. Buche, wenn durch Dämpfen zuckerhaltige Inhaltsstoffe vermehrt an der Holzoberfläche austreten. Von diesen Inhaltsstoffen lebt der Pilz, der nur 1 bis max. 2 mm tief ins Holz eindringen kann und dabei das Holz verfärbt. Werden Vorratskanthölzer oder Latten sofort nach dem Einschnitt frisch ohne Lattung in Paketen Züsäinffiengepäckl, öniiiieii Väkci ciu schwarzer Schimmelrasen bilden. Die Ware sieht beim Auspacken schwarz und verheerend aus.
b. Bläuepilze
Bläuepilze sind keine Holzzerstörer, bauen also kein Holz ab, sondern leben von den Inhaltsstoffen der Holzstrahlen. Die Pilzhyphen lassen das Holz blau erscheinen.
Die Bläue befällt hauptsächlich das Nadelholz und hier vor allem die Kiefer. Die bläulichen und grauen Vererbungen und Flecke treten vorwiegend im Splintholz auf . Bei langsam austrocknendem Holz kann man diese Farbveränderungen beobachten. Häufig ist sie an unentrindeten Kiefern zu finden, die langsam im Wald austrocken (Stammholzbläue) und über Monate eine hohe Feuchtigkeit aufweisen. Gleiches kann auch auf einem Holzlagerplatz geschehen, wenn das Holz nicht schnell genug abtrocknet (Schnittholzbläue).
Auch verbautes Holz, z.B. lackierte Fensterrahmen, können durch Wiederbefeuchtung des Holzes durch Lackschäden von Bläuepilzen befallen werden (Anstrichbläue). Vorsorge kann hier durch eine bläuewidrige
Grundierung getroffen werden. Alle drei Bläuetypn werden von ganz bestimmten Bläuepilzarten hervorgerufen.
c. Rotstreifigkeit
Von der Rotstreifigkeit ist vor allem das Fichtenholz betroffen. Sie kommt an gefälltem Nadelholz vor und entsteht durch unsachgemäße Lagerung im Rundholz. Die Verfärbung, rötliche Streifen, zieht von der Mantelfläche und den Hirnenden des Holzes in das Innere und hat am Anfang noch keinen Einfluß auf die technische Festigkeit des Holzes. Verursacht wird diese Verfärbung durch einen Weißfäuleerreger, der sich bei einem mittleren Feuchtigkeitsgehalt des Holzes ansiedelt. Damit ist eine beginnende Holzzerstörung verbunden, die mit einer Weißfäule endet.
Das Ausmaß des Befalls wird in den Tegernseer Gebräuchen und DIN-Normen durch die Feststellung Beil- und Nagelfest
getroffen. Rotstreifigkeit ist in bestimmten Qualitäten zulässig. Ist die Holzsubstanz bereits vom Pilz abgebaut, ist sie nicht mehr beil- und nagelfeat.
Übersicht
Insekten:
Die Larve, der eigentliche Holzschädling
die Holzwespe (Sirex)
der Nutzholzborkenkäfer (Lineatus)
verschiedene Bockkäfer
der Splintholzkäfer (Lyctus)
der Nagekäfer (Anobium)
der Hausbock (Hylotrupes)
Pilze:
Aufbau, Entwicklung und Fortpflanzung
Holzverfärbende Pilze
Holzzerstörende Pilze