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Holzzerstörende Pilze

Holzzerstörende Pilze, wie Weißfäule-, Braunfäule- und Moderfaulepilze spielen im Holzhandel keine Rolle, es sei denn bei schlechter Stapelung und Lagerung im Außenlager. Holz, das in der Außenverwendung der Witterung ausgesetzt ist und ganz besonders Holz mit Erdkontakt, muß auf geeignete Weise gegen diese Pilze geschützt werden .

 
a. Weißfaule

Einige Weißfäulepilze bauen gleichzeitig Cellulose und Lignin ab, so daß das Holz gleichmäßig

zerstört wird; auffällige Risse bilden sich erst sehr spät. Erstes Anzeichen ist eine graue

Verfärbung des Holzes.

Andere Pilze bauen zuerst das Lignin und erst im weiteren Verlauf des Abbaus Cellulose ab

(Weißlochfaule bzw. Wabenfaule). Durch den lokalen Ligninabbau entstehen wabenfbrmige

Löcher im Holz.

Weißfäulezerstörtes Holz fühlt sich schwammig an, ist weich und faserig. Manchmal bilden

sich auch dunklere Grenz- und Zonenlinien so daß das Holz ein marmorähnliches Aussehen

erhält. Die Mehrzahl der Weißfäuleerreger tritt zwar an Laubholzarten auf, jedoch entstehen

durch bestimmte Pilzarten auch große Schäden an Nadelhölzern.

 

b. Braunfäule

Die Braunfäule tritt überwiegend an Nadelhölzern auf. Zuerst wird die Cellulose des Holzes abgebaut. Übrig bleibt das nicht von den Braunfäuleerregern abbaubare Lignin. Dieses bewirkt die dunkle Färbung des befallenen Holzes. Das Holz wird rissig, mürbe und zerfällt schließlich würfelförmig.

Häufig auftretende Braunfauleerreger sind der Kiefernbraunporling (Kiefer, Douglasie), die Krause Glucke (Kiefer) und der Rotrandige Ba timschwamm (Tanne, Fichte). Bei verbautem Holz, insbesondere in feuchten alten Kellern sind der Echte Hausschwamm und der Kellerschwamm äußerst gefährliche Erreger.

 

c. Moderfaule

Die Moderfäule ist eine besonders aggressive Fäule und wird verursacht von Pilzen, die ein hohes Feuchtigkeitsbedürfnis haben. Sie tritt vor allem an Hölzern auf, die ständig der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, z.B. an Wasserbauten, ebenso auch an Hölzern mit ständigem Erdkontakt (Masten und Pfähle). Abgebaut wird vor allem die Cellulose, so daß die Holzfäule der Braunfäule sehr ähnlich sieht. Das Holz ist bräunlich verfärbt, die Oberfläche ist modrig weich und im feuchten Zustand schmierig. Trocknes Holz springt würfelartig auf . Auffälligerweise sind Laubhölzer anfälliger gegenüber der Moderfäule als Nadelhölzer.

Übersicht

Insekten:

Die Larve, der eigentliche Holzschädling

die Holzwespe (Sirex)

der Nutzholzborkenkäfer (Lineatus)

verschiedene Bockkäfer

der Splintholzkäfer (Lyctus)

der Nagekäfer (Anobium)

der Hausbock (Hylotrupes)


Pilze:

Aufbau, Entwicklung und Fortpflanzung

Holzverfärbende Pilze

Holzzerstörende Pilze

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