Der Holzfachhandel
Ihr kompetenter Partner rund um Holz
Sie befinden sich hier: Ipê, Lapacho

Ipê, Lapacho


Blatt 113ipelapacho

Unter den zahlreichen Arten der Gattung Tabebuia zeichnen sich die zur Lapacho Gruppe zählenden durch ihre herausragenden biologischen, physikalischen und mechanischen Eigenschaften aus. Die sehr dauerhaften, dimensionsstabilen und mechanisch hoch belastbaren Hölzer sind nicht in großen Mengen verfügbar. Sie werden vorwiegend im Garten- und Landschaftsbau sowie konstruktiv im Außenbau eingesetzt.

 
   
Natürliche Verbreitung und botanische Bezeichnungen

Nördliches bis mittleres Südamerika; andere Arten der lapacho Gruppe auch in Mittelamerika

Tabebuia serratifolia, Tabebuia spp. (Lapacho-Gruppe),
Familie Bignoniaceae

Weitere Handelsnamen

pau d'arco (BR); groenhart (SR, NL); guayacán polvillo (CO); cortez, guayacán (CAm); pui, flor amarillo (VE); ébène verte (GF, F); arcwood, bastard lignum vitae (US).

Kurzzeichen nach DIN EN 13556 TBXX
   
Beschreibung  
Farbe und Struktur des Holzes

Kernholz im frischen Zustand hellbraun bis hell gelblich-grün, später zu braun bis oliv nachdunkelnd; scharf abgesetzt vom meist schmalen, gelblich-grauen Splintholz. Zuwachszonengrenzen nicht auffällig; Faserverlauf meist eng wechseldrehwüchsig; trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch; Oberfläche sehr dicht, mit auffälligen, schwefelgelben Inhalten in den Poren.

 

Gesamtcharakter

Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von mittlerer bis feiner Textur und sehr hoher Dichte; Holzbild schlicht, meist mit Glanzstreifen durch Wechseldrehwuchs auf radialen Oberflächen.


Ipelapachoeigen
 
   
Bearbeitbarkeit

Ipe ist ein sehr schweres, elastisches und hartes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Bongossi und ähnlich schweren Hölzern liegen. Die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen ist wegen der großen Härte erschwert. Für Nägel und Schrauben muss vorgebohrt werden; die Verklebung ist wegen der hohen Dichte des Holzes schwierig.

Trocknung

Mäßig schwindend, gutes Stehvermögen; besonders träge in der Feuchteaufnahme und -abgäbe; das Holz trocknet sehr langsam und trotz der hohen Rohdichte ohne besondere Schwierigkeiten, bei geringer Neigung zu Verformung und Rissbildung.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das gegen Pilzbefall und Termiten sehr resistente Holz kann im Außenbau ohne spezielle Schutzmaßnahmen langfristig eingesetzt werden. Die Resistenz gegen Meerwasserschädlinge ist nicht ausreichend für einen Einsatz im Salzwasser.

 Verwendung

 

 

 

 

 

Austausch

 

 

Anmerkungen

 

Als Konstruktionsholz im Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer bis hoher mechanischer Beanspruchung und für Terrassendielen, Decks von Molen; für Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen, Pferdeboxen, Säurebehälter sowie für extrem beanspruchte Fußböden.

 

Geeignet im Austausch für andere Außenbauhölzer vergleichbarer Rohdichte wie z. B. Bongossi, Balau/Bangkirai, Greenheart (nicht im Salzwasser) u.a..

 

Holzstaub kann bei sensiblen Personen zu starken Reizungen der Haut und Atemwege führen.

 

 


Ipelapacho

Literatur

Cobra Fedalto, L & al. 1989: Madeiras da Amazonia. LPF, IBAMA, Brasilia

Escobar C.,  O. y J. R. Rodriguez. 2003: Las maderas en Colombia - fichas tecnicas. Guayacán polvillo. Univ. Nac. de Colombia, Medellín (www.unalmed.edu.co/~lpforest/html/fichas_tecnicas.html).

CIRAD-Foret 2003: Fiches techniques, Ipe. TROPIX 5.0. CIRAD Forestry Department, Montpellier, France (http://tropix.cirad.fr/index.htm).                                                  

                                                                                         
Mainieri, C. & Chimelo Perez, J. 1989: Fichas de Caracteristicas das Madeiras Brasileiras. IPT, Sao Paulo.

Wangaard, F.F. & al. 1954: Properties and uses of tropical woods IV. Trop. Woods 99: 1-187.


Holz-ABC...

nach oben oben