Mit Leisten aus Holz arbeiten und gestalten

Eine einfache aber effektvolle Idee: Raumgestaltung mit bunten Leisten.

Die verschiedensten Effekte lassen sich erzielen:

 

  • Dynamik
  • Beruhigung
  • Spannung
  • Harmonisierung

 

Mit dem reichhaltigen Leistungsangebot vom Holzfachhändler kann jeder ganz ohne großen Aufwand zum Designer werden. Ein großer Werkzeug- und Maschinenpark ist für die Ideenumsetzung nicht nötig. Eine gute Feinsäge, eine Gehrungslade aus Buchenholz oder Metall und ein scharfes Tapeziermesser (Cutter) oder ähnliches Schneidewerkzeug genügen zum Zurichten der Leisten. In der Regel kommt man beim Raumgestalten mit Gehrungsschnitten aus. Damit die Leisten in den Winkeln keine Fugen aufweisen, muss dabei gradgenau gearbeitet werden. Sonst ist die ganze Wirkung dahin.


wer liefet Leisten aus Holz?

Leisten

 

Leisten gibt es in allen möglichen Profilen, Dicken, Stilrichtungen, in Natur und auch in modernen Farben. Sie sind bekannt als Fußboden- oder Sockelleisten, Abschluss-, Abdeck- und Verbindungsleisten. Unbehandelte Leisten gibt es in den Holzarten Kiefer, Fichte, Ramin, Buche, Eiche, Ahorn und anderen Holzarten. Auch folien- oder furnierummantelte Leisten finden Sie praktisch in allen gängigen Holzdekoren und modernen Farbmustern bei Ihrem Holzfachhändler. Das Trägermaterial dieser Leisten besteht aus Holz oder mitteldichter Faserplatten (MDF), die profiliert worden ist. Natürlich können Sie naturbelassene Leisten selbst nach Belieben farbig behandeln.

Ein neues Sortiment stellen die modernen Designleisten dar. Sie ermöglichen auf handwerklich einfache Weise tolle Effekte bei der Raumgestaltung. Lassen Sie sich in diesem Heft zu Ideengestaltung mit Leisten anregen.

 

Designleisten

Die Abbildung (l.) zeigt Basisleisten in drei Größen und zugehörigen Zierleisten, die eingeleimt werden. Die abgebildete Kombination von Paneelen und farbigen Leisten ermöglicht individuelle Wandgestaltungen. Eine saubere Lösung (r.): Leisten schließen einen Wandbelag auf interessante Weise ab.

 

Profilleisten

Profilleisten gibt es in den unterschiedlichsten Formen: Glatt und zackig, geschwungen und mit sanften Rundungen und auch barock verschnörkelt. Die schlichte Tapetenleiste ist ebenso eine Profilleiste wie der breit ausladende Bilderrahmen. Die wahre form des Profils erkennen Sie überigens nur im Querschnitt.

 

Größter Beliebtheit erfreuen sich Fußbodenleisten für schöne Raumabschlüsse. Der Holzfachhandel führt auch Leisten mit Platz zum Verstecken von Rohren und Kabeln.

 

Abschlussprofil für Wandverkleidung. So vermeiden Sie sichtbares Nageln und Schrauben: die Profilleisten werden einfach auf zu befestigende Schienen aufgesteckt.

 

Auch bei Eigenbaumöbeln (z.B. aus Spanplatten und Fliesen) lassen sich Leisten prima einsetzen.

 

Mit Designleisten lassen sich mit etwas Fantasie und handwerklichem Geschick tolle Raumwirkungen erzielen.


Arbeitshinweise

 

Holzarten und Abmessungen

 

Raminholz "steht" am besten, d.h., es wirft sich weniger als andere gängige Holzarten. Allerdings ist das feinfaserige Raminholz recht spröde und splatet leicht beim Nageln. Deshalb sollten Sie Nägel zunächst stauchen oder die Leisten vorbohren. Weitere Informationen zum Nageln finden Sie im Tipps-Heft "Holz – Richtig nageln und schrauben".

 

Sparen Sie beim Kauf nicht am Millimeter: Fugenbildung beim Verlegen nimmt die ganze Wirkung. Deshalb müssen Sie erst anhalten und anzeichnen bevor Sie schneiden oder sägen. Gönnen Sie sich also ein wenig Spiel beim Materialkauf. Speziell, wenn Sie einen Bilderrahmen anfertigen wollen, nehmen Sie besser von vornherein die doppelte Länge der Gehrung hinzu. Ganz besonders wichtig: Weil der Rahmenfalz ja über das Bild greift, liegt der Anschlagpunkt für den Gehrungsschnitt genau im Innenfalz. Kompliziert wird es ebenfalls bei Deckenabschluss- und Fußbodenleisten: Hier gibt es Innen- und Außenwinkel mit entsprechenden Gehrungen.

 

Gehrungsschnitt

 

Beim Gehrungsschnitt kommt es gleichermaßen auf saubere Schnittführung und exaktes Maßnahmen an. Grundsätzlich wird die Innenlänge der Leiste gemessen, beim Bilderrahmen der Innenfalz. Auf sicheren Halt achten.

 

Gehrungslade: Als Hilfsmittel für den Gehrungsschnitt dient die Gehrungslade aus Buchenholz oder Metall. Für maßgenaues Arbeiten muss das Sägeblatt genau in die Führungsschlitze passen. Dies ermöglicht exakte Schnittführung von 45°-Gehrungs- (rechts/links) und von 90°-Kappschnitten.

 

Schwere Gehrungssäge:

 

Für Schnittbreiten von 100 oder 160 mm ist eine schwere Gehrungssäge mit Führungsschlitten geeignet. Rastereinstellung von 0° - 45° (rechts/links). Sehr gut: Lange und auswechselbare Sägeblätter. Eher für Profis: Präzisions-Gehrungssäge: Sie macht präzise Schnitte von 0° bis 45° für spitze oder stumpfe Winkel. Ideal für Bilderrahmen, weil das Sägeblatt in die Leiste hinein läuft.

 

Fugen abdecken

 

Wo zwei Bretter aneinander stoßen entsteht eine Fuge. Abdeckleisten schaffen dreierlei: Die Fuge ist nicht mehr sichtbar, die Bretter haben ausreichend Bewegungsfreiheit, zu große Krümmungen werden unterbunden. Das obere Profil ist nur mit dem linken Brett verleimt; die Leiste ist nur eingeschoben.

 

Rechtwinklige Rahmenkonstruktionen

 

Über die Diagonale wird nachgemessen, ob der Rahmen im rechten Winkel ist. Viele Leistenkonstruktionen erhalten ihre Festigkeit erst durch Füllungen oder verstärkter Ecken. Hier wird gerade eine Tischzarge kontrolliert. Bei Untergestellen muss jeder einzelne Rahmen im Winkel sein. Erst die zusammengefügte, fertige Konstruktion ist verbindungsfest.

 

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