Platten aus Holz und Holzwerkstoffen
Hauptanwendung: Informationen hierzu finden Sie im Tipp ![]() Multiplexplatten
Hauptanwendung: Aufgrund ihrer Festigkeiteseigenschaften inklusive der Schlagfestigkeit sind Multiplexplatten ideal für Werkbänke und andere Bauteile mit hoher Belastung, wie Treppenstufen oder Bodenabsätze. Früher fast ausschließlich für industrielle Zwecke verwendet, gelangen sie immer häufiger im modernen Möbelbau zum Einsatz. Regale aus Multiplex halten selbst größeren Belastungen stand. ![]() Tischlerplatten
Besonders hochwertige Platten bestehen aus 5 Lagen: Hier werden 2 weitere Furnierlagen verleimt, wobei die Faserrichtung benachbarter Lagen wieder um 90° versetzt ist. Diese Platten haben eine besonders ebene Oberfläche.
Hauptanwendung: Tischlerplatten sind das Trägermaterial für den exklusiven Möbelbau. Ihre besondere Stärke liegt in der hohen Biegefestigkeit. ![]() Dreischichtplatten
Als SPERRHOLZ werden alle Plattentypen bezeichnet, die aus mindestens 3 Holzlagen bestehen. Dabei liegt jede Schicht mit ihrer Faserrichtung quer zur nächsten Lage. Dieser Trick, nämlich
Aus Platten läßt sich vieles machen Platten aus Holz und Holzwerkstoffen sind wahrscheinlich das am häufigsten für Bau. Innenausbau, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände verwendete Material. So vielseitig das Angebot ist, so unterschiedelich ist jedoch auch der sinnvolle Einsatz der Werkstoffplatten, die alle den Naturstoff Holz als Grundlage haben. Man sollte etwas mehr über sie wissen, will man nicht am falschen Ende sparen, unnötig Geld ausgeben oder mit dem Arbeitsergebnis unzufrieden sein. Diese Seite vermitteln einen Überblick über die wichtigsten Holzwerkstoffplatten und sollen als Orientierungshilfe dienen. Achten Sie auf Qualität und richtige Materialauswahl. Bei Ihrem Holzfachhändler sind Sie immer gut beraten! ![]() OSB-Platten
Hieraus erklärt sich der Name OSB: Oriented Strand Board, auf deutsch: Platte mit ausgerichteten Flachspänen. Durch den dreischichtigen Aufbau haben sie Ähnlichkeiten zu Sperrholz und somit höhere Festigkeiten und Formstabilität als Spanplatten.
Hauptanwendungsgebiete: OSB-Platten werden im gesamten Innen- und Außenbau als Wand- oder Dachbeplankung eingesetzt. Im Fußbodenbereich können sie als Verlegeplatte dienen (Nut- und Federprofil), Neben dem Regal- und Gestellbau bietet sich OSB aufgrund seiner markanten Optik auch für die dekorative Verwendung an, sei es beim Möbelbau, Als Sichtfußboden, im Dachausbau oder sogar als Fassade. Interessante Gestaltungsmöglichkeiten bieten Farbbehandlungen mit Lasuren und Lacken. Faserplatten |
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Sie werden aus zerfasertem Industrieholz, meist ohne Leimzugabe, hergestellt. Man unterscheidet zwischen Hart- und Weichfaserplatten. Bei den Hartfaserplatten verfilzen die Fasern durch Pressung miteinander und verfestigen sich durch Wärme und Druck zu einer Platte. Sie haben eine glatte und rauhe Seite und eigenen sich z.B. als Rückwände, werden aber auch mit Lack-, Kunststoff- oder Furnierbeschichtung angeboten. Weichfaserplatten werden nur leicht vorgepresst und gewalzt. Sie werden für Wärme- und Schalldämmung in Gebäuden oder einfach als Pinwand verwendet. Als Unterbodenplatten dämmen Sie den Trittschall. ![]() Spanplatten
In Deutschland sind nur E1-verleimte Platten auf dem Markt: Die aus dem Leim abgegebene Menge Formaldehyd liegt unterhalb einer bestimmten Konzentration und ist für den Menschen nicht belastend. Es gibt auch formaldehydfrei verleimte Platten.
Hauptanwendung: Spanplatten sind preiswert, universell einsetzbar und leicht zu bearbeiten. Achten Sie auf spezielle Schrauben für haltbare Verbindungen. Die Auswahl reicht von der rohen Spanplatte in den unterschiedlichsten Dicken über feuchtigkeitsbeständige Verlegeplatten (V100) mit Nut- und Federverbindung bis zu Platten, die mit Echtholzfurnier, Kunststoff oder melaminharz verleimten Papieren beschichtet sind.
Arbeitsplatten, insbesondere für Küchen, gibt es mit hitzebeständigen und kratzfesten Oberflächen in mannigfachen Dekoren. ![]() Mitteldichte Faserplatten
Die Platte eignet sich hervorragend für den Kleinmöbelbau. Nägel und Schrauben halten ohne Schwierigkeiten. Gern wird sie für Tonmöbel, wie Lautsprecherboxen, verwendet. Arbeitshinweise
Trennen
Stichsäge/Handkreissäge Setzen Sie die Stichsäge von der Rückseite der Platte an. So vermeiden Sie auf der sichtbaren Seite ausgefranste und abgeplatzte Ränder. Das Sägeblatt muss geschärft und für den zu schneidenden Plattentyp passend sein.
Hilfsleiste Gerade Schnitte gelingen einwandfrei, wenn Sie die Stichsäge an einer Hilfsleiste entlang führen. Die Hilfsleiste muss gut angeklemmt sein. Ein Anzeichnen der Schnittlinie ist nicht notwendig. Voraussetzung sind ein feines Sägeblatt und Spanreißschutz.
Spanreißschutz Diese unststoffplatten gehören zum Lieferpaket der meisten Stichsägen. Sie verhindern das Abplatzen von Furnier durch den Sägeblatthub, indem sie direkt auf der Werkstoffoberfläche aufliegen.
TIPP Ihr Holzfachhändler verfügt über ein umfangreiches Sortiment mit allen gängigen Holzwerkstoffplatten. Und er schneidet Ihnen die Platte passgenau zu, was vor allem bei großformatigen Elementen von Bedeutung ist. Verbinden Eine feste geleimte Verbindung ist aus Stabilitätsgründen grundsätzlich einer lösbaren vorzuziehen. Jedoch sollten große Objekte, wie Schrankwände, aus Transportgründen lösbare Verbindungen aufweisen. Leimholz und Tischlerplatten lassen sich entsprechend Massivholz zusammenfügen: Nut- und Federverbindungen als auch Zinken- oder Dübelverbindungen.
Schraubverbindungen Für Schraubverbindungen von Leimholz. Tischlerplatten und Sperrholz sind normale Holzschrauben geeignet, da bei diesen Platten die festigkeitsgebende Holzstruktur gegeben ist. Hingegen reißen unter Belastung aus Span- und Faserplatten normale Holzschrauben, die konisch zulaufen, aus. Feste Verbindungen erhalten Sie durch zylindrische, selbstschneidende Spanplattenschrauben. Das Gewinde sollte bis zum Schraubenkopf geschnitten sein. Schraubverbindungen sollten Sie stets vorbohren, wobei der Durchmesser des Bohrlochs ca. 50 % des Schraubendurchmessers betragen soll. Die Schrabengröße bestimmen Sie nach folgender Faustregel: Durchmesser der Schraube ca. 1/5 der Plattendicke und Länge ca. 2,5 x der Plattendicke.
Spezialverbindungen Für lösbare Spezialverbindungen bietet der Holzfachhandel – z.B. für Möbelkorpusse und Arbeitsplatten – eine Menge Spezialverbinder an. Achten Sie bei schweren Plattengewichten auf hochwertige Scharniere in stabiler Ausführung. Lassen Sie sich beraten!
Dübelverbindungen Verwenden Sie Dübel mit Riffelung für einen gleichmäßigen Leimauftrag. Eine Dübelhilfe erleichtert das punktgenaue Anbringen von Dübellöchern. Weitere Informationen zum Dübeln entnehmen Sie dem Tipp-Heft
Bohren Sie bei MDF-Platten die Dübellöcher über 0,1 – 0,2 mm größer als die Dübel selbst, um ein Aufreißen der Platten an den Kanten der Bohrlöcher zu vermeiden. Zwei mit einer Zwinge aufgestzte Brettchen verhindern ebenfalls, dass NDF-Platten beim Einschlagen und Verleimen der Dübel aufreißen. Kantenschutz
Umleimer Für sägerauhe Schnittkanten von Spanplatten gibt es Umleimer aus Holzfurnier oder Kunststoff, die rückseitig mit einem Schmelzkleber versehen sind. Sie werden durch Aufbügeln auf den Schnittkanten fixiert. Lassen Sie beim Aufbügeln den Umleimer auf beiden Kantenseiten überstehen. Schneiden Sie anschließend die überstehenden Enden mit einem Fuchsschwanz oder einer Feinsäge auf einer festen Unterlage bündig im rechten Winkel ab. Führen Sie die Säge nur mit leichtem Druck. Ebenso kann der Überstand mit einem scharfen Stechbeitel in einem stumpfen Winkel zur Kante abgeschnitten werden. Dabei ist der Stechbeitel gerade zur Plattenebene zu führen. Arbeiten Sie abschließend die Kanten mit 180er Schleifpapier oder noch feinerer Körnung nach.
Bei Fertigparkett und Laminatböden sowie Paneelen für Wand und Decke werden |