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Profilholz für Wand und Decke

Montageanleitung für Wand- und Deckenbekleidungen

Werkzeug und Zubehör organisieren


Bohrer, Schrauber, Hammer, Senkstift, Dübel, Drahtstifte, Klammersysteme, Sägen, Gehrungslade, Leisten. Bei der Deckenmontage erleichtern Profilholzzange und Nagler die Arbeit.

Unterkonstruktion aus gehobelten und trockenen Latten


Die Latten (mindestens 18 x 35 mm) sind quer zur vorgesehenen Profilholzrichtung im Abstand von ca. 50 cm an Wand oder Decke zu dübeln. In Räumen mit zeitweilig erhöhter Feuchte (Bad, Küche) ist durch Konterlattung für Hinterlüftung zu sorgen. An den unteren und oberen Bekleidungsabschlüssen sind Lüftungsöffnungen auszusparen. Genauere Informationen hierzu finden Sie in Tipps vom Holzfachhandel Holz im Bad – richtig einbauen.

Tipps


Vor der Montage ist der Untergrund zu kontrollieren: Die Wände müssen trocken sein, Feuchtequellen sind dauerhaft zu beseitigen.

Verwenden Sie möglichst endbehandelte Vollholzprofile. Sie ersparen sich Arbeit, Geruchsbelastungen und bekommen eine optimale, gesundheitsunbedenkliche Oberflächenbehandlung; die Entsorgung von Farb- und Lackresten entfällt.

Montage der Vollholzprofile


Achten Sie bei horizontaler Wandverlegung in Feuchträumen (z. B. Bad/Küche) darauf, die Profilhölzer stets mit der Feder nach oben zu verlegen. Somit kann sich keine abfließende Feuchte in Nuttaschen sammeln. Beginnen Sie mit der Verlegung unterhalb der Decke. Der individuelle Zuschnitt erfolgt dann am untersten Profilbrett (Abdeckung durch Fußleiste). In Räumen ohne Feuchteentwicklung kann die Verlegung auch von unten nach oben erfolgen (Brettfeder weist in Richtung Boden).

Beginnen Sie bei vertikaler Verlegung mit der Verlegung in einer Raumecke. Das erste Profilbrett wird mit ca. 10 bis 15 mm Abstand zur Wand bzw. Decke mit Drahtstiften befestigt. Dabei weist die Brettfeder in Richtung der Raumecke. Handelsübliche Spezialkrallen ermöglichen eine verdeckte Befestigung auf der Unterkonstruktion. Die Befestigungssysteme müssen passend zur Nutdimensionierung sein. Ein praktisches Montagehilfsmittel ist ein Handnagler. Jedes weitere Profilbrett wird mit der Feder bis zum Anschlag in die Nut des vorherigen eingeschoben. Gleichmäßiges Anklopfen mittels Klopfholz und Hammer auf der ganzen Länge gewährleistet parallel verlaufende Profilhölzer.

Wandanschluss mit Schattennut oder Sockelleiste gestalten


Die Schattennut bildet ein ca. 6 cm breites Brett, das in der jeweiligen Raumecke verläuft. Es ist auf der Sichtseite i. d. R. farbig gestrichen.

Deckenanschluss


Bretter genau auf Länge sägen oder mit Abschlussleiste bzw. Schattennut montieren.

Außenecken


Außenecken können stumpf gestoßen, auf Gehrung oder mit Schattennut montiert werden. Eckschutzleisten sind eine weitere Möglichkeit.

Tipps


Mit Hilfe von Profilholzzangen können auch lange Profilhölzer an der Decke von einer Einzelperson angebracht werden.

Für ein sauberes Anpassen des letzten Profilbrettes eignet sich die Bleistift-Klotzmethode: Auf das vorletzte Brett ist ein weiteres Brett deckungsgleich anzuheften. Mit Bleistift und Profilholzabschnitt, von dem die Feder entfernt ist, werden die Unebenheiten der angrenzenden Wand auf das einzupassende Profilholz übertragen. Einschnitt entlang des Bleistiftstriches.

Umfangreiche Leistenprogramme für Decken- und Bodenabschlüsse, Wandinnen- und –außenecken ermöglichen saubere und harmonische Raumabschlüsse. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Holzfachhändler. Mehr darüber finden Sie in den Holz-Tipps Mit Leisten aus Holz arbeiten und gestalten.

Spezielle Montagehinweise

Wärmedämmbekleidung


Für die Unterkonstruktion werden Latten in Dämmstoffdicke, ca. 40 mm, verwendet. Zunächst die untere Latte befestigen. Dann die Dämmplatte daraufstellen und die nächste Latte befestigen. Den Abstand der Latten so wählen, dass die Dämmplatten stramm sitzen. Abschließend unbedingt die Unterkonstruktion und Dämmplatte mit einer Dampfsperre (0,2 mm dicke Polyethylenfolie) abdecken und anheften. In den Raumecken ist die Folie auf die anschließende Fläche herumzuführen und abzukleben.

Montage eines Deckenstrahlers


Im Bereich des Strahlers zunächst zwei Lattenstücke der Unterkonstruktion an der Decke anbringen. Nun wird das Profilholz verlegt. Dabei für die Kabeldurchführung vorher in das entsprechende Profilbrett ein Loch bohren. Schließlich den Teller durch die Bekleidung an den beiden Lattenstücken anschrauben. Elektroarbeiten dürfen nur vom Fachmann durchgeführt werden.

Deckenabhängungen an Holzunterkonstruktionen

Tipp 1 No

Tipp 1 No

Tipp 1 No

Decken werden nach skizziertem Prinzip abgehängt, wobei es Abstandshalter für verschiedene Abhänghöhen aus Holz und Metall gibt. Die unteren Abhänghölzer sind vor dem Anschrauben mit einer Wasserwaage auszurichten. Anschließend werden die Profilhölzer und Abschlussleisten wie üblich angebracht.

Ob Wand oder Decke, mit Profilholzbekleidungen gewinnt alles an lebendiger Natürlichkeit. Das vielfältige Angebot von Langprofilen mit Nut und Feder auf den Längsseiten und Kurzprofilen mit Nut und Feder ringsum bietet Ihnen alle Freiheit bei Ihrer persönlichen Raumgestaltung. Die grundlegenden Verarbeitungsschritte finden Sie hier anschaulich dargestellt.

Profilholz für Wand und Decke


Nadelholzprofile gibt es in den Holzarten Fichte/Tanne, Kiefer, Lärche, Douglasie, Western Red Cedar, Redwood und Hemlock; Laubholzprofile u.a. in Eiche, Esche und Ahorn. Neben den glattgehobelten Oberflächen geben gebürstete oder sägerauhe Oberflächen eine besondere Wirkung. Weitere Variationsmöglichkeiten bieten offenporige, atmungsaktive Farbabstriche. Lassen Sie sich von der Produktvielfalt bei Ihrem Holzfachhändler überzeugen.

Die Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über gängige Massivholzprofile für Wand-, Decken- und Fassadenbekleidung. Langprofile sind bis zu ca. 6 m Länge lieferbar. Kurzprofile mit Längen zwischen ca. 0,5 m und 2 m sind einfach zu handhaben, unkompliziert zu verlegen (praktisch ohne Verschnitt) und ermöglichen auch die Bekleidung großer Flächen in optisch ansprechenden Verlegemustern.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Profilholz

Profilholzgestaltung
Raumstimmung und Raumwirkung lassen sich durch die Art der Verlegung – horizontal, vertikal oder diagonal – durch die Art der Farbgebung – natur oder farbig – aber auch durch die Kombination mit anderen Elementen, wie Leisten oder Balken, gezielt beeinflussen.

Waagerechte Massivholzprofile machen den Raum optisch breiter, durch senkrechte Verlegung wirkt er höher und luftiger. Die diagonale Verlegung wirkt dynamisch und lässt gut geschnittene Räume großzügig und locker wirken. Alleine hat die Verlegung unter der Decke keine so prägnante Raumwirkung, jedoch lassen sich auch hier optische Korrekturen erreichen, indem man z. b. die Decke nur in der Raummitte abhängt und mit Profilen gestaltet. Dadurch wird der Raum verkleinert und zentriert.

Grundsätzliche Gestaltungsmerkmale:


Je edler die Holzart, um so schlichter sollten Profil und Verlegung sein. Astige Qualitäten im Landhausprofil erzeugen eine gemütliche, rustikale Atmosphäre. Wand- und Deckenbekleidung gehen oft Ton in Ton mit der Möblierung. Stimmen Sie je nach Geschmack Möblierung und Bekleidung aufeinander ab, oder setzen Sie bewusst Kontraste. Mit farbigen Profilen und Leisten können Sie moderne Akzente setzen.

Allgemeine Tipps für den Umgang mit Profilholz


  • Damit sich das Holz dem künftigen Raumklima anpassen kann, sollte es vor der Montage einige Tage in dem betreffenden Raum gelagert werden (Folie entfernen!).
  • Umwickeln Sie die Enden der Vollholzprofile eines Paketes mit Kreppband, damit sich die Bretter nicht verziehen.
  • Achten Sie beim Verlegen dunkler Hölzer mit hellem Splint (Zeder, Hemlock) auf eine kontrastreiche Durchmischung im Oberflächendesign. So beleben Sie das Gesamtbild.
  • Achten Sie beim Zuschnitt auf die richtige Säge für den Längsschnitt bzw. zum Ablängen (unterschiedliche Stellung der Sägezähne).
  • Beim Sägen von Hand oder mit der Tischkreissäge reißen die Fasern nach unten aus. Deshalb die Sichtseite des Brettes immer nach oben legen. Anders beim Sägen mit Handkreissägen oder Elektrostichsägen. Hier reißen die Holzfasern nach oben aus. Deshalb die Sichtseite in diesen Fällen nach unten legen.
  • Bei nicht fertig oberflächenbehandeltem Profilholz erfolgt vor der Montage der Anstrich, damit unbehandelte Stellen nicht sichtbar werden, wenn das Holz nachtrocknet. Aus diesem Grunde sollte auch die Rückseite grundiert werden.

Übersicht gängiger Massivholzprofile

Massivholzprofile

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