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Leichte Trennwände richtig einbauen

 

Wird zusätzlicher Wohnraum benötigt – z.B. für Kinderzimmer, Büro oder Hobby – ist oft die Teilung eines größeren Raumes die ideale Lösung. Mit selbstgebauten leichten Trennwänden, die auch wieder abgebaut werden können, kann auch zusätzlicher Wärmeschutz gegen angrenzende Kalträume erzielt werden.

 

Wichtig ist, sich über die Nutzung der neugewonnenen Räume im klaren zu sein: Werden zusätzliche Stromanschlüsse benötigt, neue Fensterelemente oder Heizanlagen? Zeichnen Sie vor dem Baubeginn Ihrer Innenwand eine vermaßte Skizze. Tragen Sie für eine Wand mit Türöffnung Lage und Maße der Tür in die Skizze ein. Ermitteln Sie überschlägig den Materialverbrauch.


Rahmenkonstruktion

Wer liefert Holz?

 

Bauen Sie die tragende Rahmenkonstruktion aus Hölzern 45 x 70 mm oder 45 x 90 mm. Die vertikal verlaufenden Rahmenhölzer werden als Rippen bezeichnet, die horizontalen als Riegel. Zum Befestigen der Bekleidungsplatten ist es wichtig, dass die Unterkonstruktion rechtwinklig und ebenmäßig ist. Mit dem Einsatz von hochwertigem Konstruktionsvollholz (KVH) ersparen Sie sich Plage mit krummen Latten.


Tipp Konstruktionsvollholz (KVH)

KVH ist Qualitätsbauholz, mit dem Arbeit Spaß macht: Es hat bereits richtige Einbaufeuchte (muss nicht weiter getrocknet werden), verzieht sich nicht im Querschnitt und arbeitet wenig (weil herzgetrennt), hat genau definierte Maße und lässt sich leicht handhaben (keine Splitter), weil die Oberfläche gehobelt und die Kanten gefast sind. Für den sichtbaren Einbau von KVH gibt es ausgesuchte Oberflächenqualitäten. Lassen Sie sich bei Ihrem Holzfachhändler beraten.


Tipp Konstruktionsvollholz (KVH)

KVH ist Qualitätsbauholz, mit dem Arbeit Spaß macht: Es hat bereits richtige Einbaufeuchte (muss nicht weiter getrocknet werden), verzieht sich nicht im Querschnitt und arbeitet wenig (weil herzgetrennt), hat genau definierte Maße und lässt sich leicht handhaben (keine Splitter), weil die Oberfläche gehobelt und die Kanten gefast sind. Für den sichtbaren Einbau von KVH gibt es ausgesuchte Oberflächenqualitäten. Lassen Sie sich bei Ihrem Holzfachhändler beraten.


Elektroinstallation

Denken Sie daran, dass die gesamten Elektroinstallationen in der Wand bereits vor der zweiten Beplankung ausgeführt werden sollten. Steckdosen und Schalter sind immer an den Riegeln oder in besonderen Zusatzriegeln einzubauen. Die Aussparungen für die Kabelführung werden mittig durch die Hölzer gebohrt, um die Stabilität der Trennwand zu erhalten. Zudem können Sie entsprechend der Dicke der Bekleidungsplatten die Nagellänge genau bemessen, so dass bei der Plattenmontage die Kabel im Holz nicht beschädigt werden. Die Elektroinstallationen müssen von einem Meisterbetrieb abgenommen werden!


Wandbekleidung

Die Rahmenkonstruktion wird beidseitig mit Werkstoffplatten bekleidet. Dazu eignen sich alle plattenförmigen Werkstoffe, also Sperrholz-, OSB-, Span-, Gipsfaser- und Gipskartonplatten. Wegen der leichten Verarbeitbarkeit werden gerne Gipskartonplatten, ein- oder zweilagig pro Wandseite, verwendet. Die zweilagige Wandbedeckung ist wegen der höheren Stabilität und des verbesserten Schallschutzes zu bevorzugen. Gipskartonplatten mit Stärke von 12,5 mm gibt es in Breiten von 625 mm als auch 1250 mm und Höhen von 2000 bis 3000 mm. Verwenden Sie möglichst der Raumhöhe entsprechende Plattentypen, so vermeiden Sie Fugen. Sollten sich Stöße im Feldbereich ergeben, sind an dieser Stelle zusätzliche Riegel oder Rippen erforderlich.


Schneiden von Gipskartonplatten

Der Plattenzuschnitt erfolgt auf dem Boden oder auf Arbeitsböcken. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer durch den oberen Karton so tief in die Platte hinein bis der Gips angeschnitten ist. Als Schneidhilfe dient ein Stahllineal oder ein gerades Brett. Brechen Sie die Platte an einem Auflager mit gerader Kante entlang der eingeschnittenen Linie und durchschneiden Sie den unteren Karton im geknickten Zustand in zwei Teile.


Montage der Wandbekleidungsplatten

Bei normaler senkrechter Montage werden die Platten immer in der Mitte der Rippen gestoßen. Achten Sie auf die richtige Verlegung von Elektroleitungen, damit diese nicht bei der Plattenmontage beschädigt werden! Beachten Sie beim Zuschnitt, dass die Plattenhöhe 10 bis 15 mm geringer als die lichte Raumhöhe ist. So haben Sie keine Probleme durch Unebenheiten in der Decke beim Aufstellen der Platten. Vor dem Befestigen der Platten an der Unterkonstruktion, sind sie mit einem geeigneten Werkzeug (Stemmeisen) gegen die Decke zu schieben. Aussparungen für elektrische Dosen werden mit einer Stichsäge oder besser mit einem Dosenfräser in die Platten geschnitten. Gipskartonplatten werden bei einlagiger Bekleidung mit verzinkten Nägeln Länge 35 mm an das Tragwerk genagelt. Bei zweilagiger Bekleidung wird die erste Lage grob mit den kurzen Nägeln ans Tragwerk geheftet, die zweite Lage wird oberhalb der ersten mit Nägeln Länge 50 mm (Abstand entsprechend nebenstehender Zeichnung) angebracht. Zur Montage können gleichfalls Schrauben verwendet werden. Einen guten Tipp zur Breitenanpassung der letzten Platte in die Trennwand finden Sie unter Profilholz für Wand und Decke (Bleistift-Klotz-Methode).


Werkzeug und Zubehör

Hammer, ggf. Nagelgeräte, Bohrmaschine, Schraubenzieher, ggf. elektrischer Schraube, Stichsäge, ggf. Handkreissäge, ggf. Dosenfräser bzw. Lochsäge für Elektroinstallationen, Stahllineal, Messer, Zollstock und eine lange Wasserwaage. Dazu noch Nägel, Schrauben und Dübel für die Montage der Tragkonstruktion. Zur Befestigung der Rahmenteile an massiven Wänden, Decken und Fußböden sind Nageldübel besonders geeignet.


Wandgestaltung

Gipskartonplatten als Bekleidungsplatten können nach dem Verspachteln und Schleifen der Fugen einfach übertapeziert werden. Jedoch haben Sie mit Profilhölzern und Paneelen viele Möglichkeiten Ihren neuen Raum eine individuelle, persönliche Note zu geben. Berücksichtigen Sie die Wandgestaltung schon beim Bau Ihrer Unterkonstruktion. Für die Montage von Profilholz benötigen Sie ggf. extra Wandriegel. Besser Schauen sie sich in der Ausstellung Ihres Holzfachhändlers um.

 

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